Perseïden Sternschnuppen über der Griesmoaralm
Video: Günther Wuchterl
In den kurzen warmen Sommernächten sind oft Sternschnuppen unterwegs.
Obwohl nicht die eindrucksvollsten, sind die Perseïden dennoch die beliebtesten.
Angenehme Temperaturen laden zu Beobachtungen während der ganzen Nacht ein.
2026 gilt das Motto: Der Mond geht die Perseïden kommen.
Wir empfehlen die Nächte vom 10. bis 15. August, jeweils ab 23h30 bis in die Morgendämmerung.
Beobachten Sie auf einer Alm oder Hochwiese in den Ostalpen, ab 1200 m. Dort ist die Nacht weniger bis gar nicht
künstlich aufgehellt, und der Hitzedunst schluckt weniger Schnuppen als in den Niederungen.
Hier sind die wichtigsten Informationen in Bild und Grafik dargestellt.
Der Aktivitätszeitraum vom 17. Juli bis 24. August passt heuer besonders gut zum Mondlicht, eigentlich seiner Abwesenheit. Der Neumond, am 12. August, liegt nahe am Schnuppen-Maximum (13., 04h bis 06h MESZ) besser geht es kaum.
In der Grafik 2 ist erkennbar wie die steigenden Schnuppenraten bis 9. August zunächst in die Nacht hinein steigen, später vom Mond eine "Delle" bekommen und dann in der Morgendämmerung steil abfallen.
Ab 10. August, zeigt sich der typische Verlauf: steiler Anstieg in der Abenddämmerung - es wird dunkel bis die jeweilige künstliche Aufhellung abbremst. Danach steigen die Raten in Richtung Mitternacht (bei etwa 23h in den Grafiken, da dort Weltzeit verwendet wird, was 1h früh der Sommerzeit, MESZ entspricht). Danach steigt die Schnuppenanzahl pro Person pro Stunde über Mitternacht hinaus weiter, bis sie ihr Maximum erreicht bevor die Morgendämmerung das Schnuppenlicht zu löschen beginnt. In der Sternlichtoase Großmug werden voraussichtlich in fünf Nächten mehr als 15 Schnuppen pro Person pro Stunde erreicht, jeweils nach Mitternacht. Vor Mitternacht sollten in diesen Nächsten die zehn pro Stund erreicht werden, also im Mittel eine Schnuppe pro Person alle sechs Minuten
Vergleiche Grafik 2, 2a, 2b, blaue Linie.
Der Schnuppenkalender für Großmugl, die Aflenzer Bürgeralm, und eine Sternenalm gibt Zeiten und die berechnete Anzahl der Sternschnuppen pro Stunde an. Nur Termine mit einer Erwartung von mindestens zehn Schnuppen pro Stunde, im Mittel(!), sind angegeben. Auch bei "Zehn" kann es leicht eine Viertelstunde ˷Schnuppenpauseʺ geben. Die Berechnung berücksichtigt Dämmerung, Mondschein und künstliche Aufhellung. Sie ist experimentell und bei beobachteten Differenzen bitte Uhrzeit, Beobachungszeit, Dauer und Ort an Verein@Kuffner-Sternwarte.at.
➤ Zum Sternschnuppenkalender für Großmugl
Der Sommer legt es besonders nahe die Höhen aufzusuchen die sowieso für die Schnuppen viele Vorteile bringen - klarere Luft und oft Abschattung von störendem Licht durch die Berge.
Der Mond nimmt rechtzeitig, Anfang August ab und spielt ab 10. keine Rolle mehr. Heuer wird nur der Schnuppenstart vom Mondlicht beeinträchtigt, also die frühe Aktivität ab 17. Juli
Zu den Hauptterminen ist die Beobachtung die ganze Nacht möglich. Wie fast immer gilt bei den Schnuppen je später in der Nacht desto mehr weil man dann näher in Flugrichtung unseres Planeten blickt und die Schnuppen "in Planeten-Flugrichtung" auf uns zu kommen. Unsere Empfehlung: Bei Tag einen passenden Beobachtungsplatz suchen und sicherstellen dass eine Blickrichtung existiert in die praktisch nur Himmel zu sehen ist. Das kann durchaus auch der senkrechte Blick zum Zenit sein - bequeme Lage auf Liege oder Picknickdecke vorausgesetzt. Es ist nicht so wichtig in welche Richtung beobachtet wird solange der Himmel dort frei und dunkel ist.
Fazit: Öffentliche Plätze wie Wiesen oder Hochwiesen aussuchen und Seehöhen von mindestens 1000 m anstreben - aber jeder Höhenmeter hilft weil damit der Dunst mehr und mehr unter dem Beobachtungsplatz und Schnuppenblickrichtung liegt. 200m ist besser als 100m, 500 besser als 200 und mit der richtigen Kleidung und ohne Absturzgefahr sind 2000m ideal. Bitte dabei bedenken dass die meisten Arten nachtaktiv sind - das macht ja auch den Reiz des Sommernachtskonzertes der Natur aus - und Tiere nicht durch Lärm und Licht (Stirnlampe, Telefon, Smart-Uhren) verschrecken.
Für 2026 empfehlen wir die Aflenzer Bürgeralm die eine gute Kombination von Höhe, Erreichbarkeit, Hütteninfrastruktur und vor allem exzellenten Lichtbedingungen bietet.
Wenn Sie wollen, zählen Sie die Rate der Schnuppen pro Stunde und schätzen Sie den Grad der Himmelsaufhellung mit Hilfe eines Blicks zum Kleinen Wagen http://sternhell.at. Dort wo der kleine Wagen vollständig zu sehen ist, da ist das “Perseïden-Land“.
Satelliten, Flugzeuge und Perseïden Sternschnuppen über der Griesmoaralm,
am 13. August 2024, knapp vor Monduntergang.
Video: Günther Wuchterl