Das Heliometer der Kuffner Sternwarte, Foto: Andreas Chwatal
Heliometer der Kuffner-Sternwarte
Bild: Andreas Chwatal

Kleiner astronomischer Rückblick 2019


Zusammengestellt von Susanne Plank



Jänner:

Vor 410 Jahren:
Am 21. Januar 1609 starb Joseph Justus Scaliger in Leiden. Der in Frankreich geborene Philologe war Professor in Genf und Leiden. Scaliger begründete die Chronologie (Wissenschaft von der Einteilung der Zeit, der Zeitrechnung und des Kalenderwesens.). Im Jahr 1582 führte er die Julianische Periode in der Astronomie ein. Eine laufende Nummerierung der Tage, deren Anfangspunkt der 1. Januar 4713 v. Chr. ist. Die Julianische Periode ermöglicht eine einfache Bezeichnung von Zeitintervallen und wird daher bei langfristigen Beobachtungsreihen in der Astronomie häufig benutzt.

Vor 220 Jahren:
Am 22. Januar 1799 starb in Genf der Schweizer Physiker Horace Benedict de Saussure. Saussure bereiste ganz Europa und beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Geologie und Meteorologie. Dabei erfand er das Diaphanometer, ein Gerät zur Bestimmung der Absorption der Luft. Diese Methode ist allerdings nicht fehlerfrei.

Vor 140 Jahren:
Am 12. Januar 1879 wurde Paul Guthnick in Hitdorf am Rhein geboren. Er war von 1921 bis 1940 Direktor der Sternwarte Potsdam-Babelsberg und beschäftigte sich vor allem mit den Veränderlichen und der photographischen Himmelsüberwachung. Als einer der ersten entwickelte Guthnick Photomultiplier und lieferte damit die Grundlagen für die lichtelektrische Photometrie.
Am 23. Januar 1879 wurde in Berlin Walther Bauersfeld geboren. Er war Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Carl Zeiss in Jena. Im Jahr 1913 gab Oskar von Miller der Firma Carl Zeiss den Auftrag, eine naturgetreue Nachahmung des gestirnten Himmels zu schaffen. Sechs Jahre später, am 24. März 1919, legte Bauersfeld die Grundidee hierzu vor. Damit gilt Bauersfeld als der Erfinder des Planetariums.

Vor 110 Jahren:
Am 12. Januar 1909 starb in Göttingen Hermann Minkowski. Der deutsch-litauische Mathematiker war Professor in Königsberg, Zürich und Göttingen. Minkowski entwickelte die Grundlagen für die allgemeine Relativitätstheorie. In seinem Werk „Zeit und Raum“ wies er darauf hin, dass die Zeit als 4. Dimension betrachtet werden kann.

Vor 90 Jahren:
Am 25. Januar 1929 starb in Luzern Franz Xaver Kugler. Kugler war Professor am Jesuitenkolleg in Valkenburg und beschäftigte sich vor allem mit der babylonischen Astronomie und entzifferte alte Keilschriften-Texte. Sein Hauptwerk „Sternkunde und Sterndienst in Babel“ erschien in mehreren Bänden zwischen 1907 und 1924.
Am 31. Januar 1929 wurde Rudolf Ludwig Mößbauer in München geboren. Der deutsche Physiker beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Quantentheorie und der allgemeinen Relativitätstheorie. 1961 erhielt er gemeinsam mit dem amerikanischen Physiker Robert Hofstadter den Nobelpreis für Physik; vor allem für die Entdeckung des nach ihm benannten Mößbauer-Effektes.

Vor 50 Jahren:
Am 14. Januar 1969 startete die sowjetische Sonde Sojus 4 vom Kosmodrom in Baikonur mit dem Kosmonauten Wladimir Schatalow an Bord. Und am 15. Januar 1969 startete ebenfalls in Baikonur die Sonde Sojus 5 mit den Kosmonauten Boris Wolinow, Jewgenij Chrunow und Alexeij Jelissejew an Bord. Es wurde die erste Kopplung zweier bemannter Raumfahrzeuge in die Wege geleitet. Nach dem Rendezvous koppelte Sojus 4 an Sojus 5 an und die Kosmonauten Chrunow und Jelissejew stiegen von Sojus 5 in Sojus 4 um und kehrten mit Sojus 4 zur Erde zurück.

Vor 10 Jahren:
Am 6. Januar 2009 entdeckte das Fermi-Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA 12 neue Gammastrahlen-Pulsare und bei weiteren 18 Pulsaren wurden Gammastrahlen-Pulse entdeckt. Gestartet wurde das Weltraumteleskop am 11. Juni 2008 und nach einer Flugzeit von 75 Minuten in 585 km Höhe in eine kreisförmige Umlaufbahn gebracht.

Zurück zum Seitenanfang

Februar:

Vor 455 Jahren:
Am 15. Februar 1564 wurde Galileo Galilei in Pisa geboren. Er gehörte zu den bedeutendsten Physikern und Astronomen seiner Zeit. Mit 18 Jahren entdeckte er im Dom zu Pisa die Gesetze des Pendels, erfand 1586 die Wasserwaage und 1589 entdeckte er die Fallgesetze. Im gleichen Jahr wurde er Professor der Mathematik an der Universität Pisa. Ferner trat er öffentlich für das copernikanische System ein und es kam vor der römischen Inquisition zu einem Prozess, in dessen Verlauf Galilei am 21.6.1633 das copernikanische System widerrief.

Vor 355 Jahren:
Am 16. Februar 1664 wurde Nicolas Fatio in Basel geboren. Der Schweizer Rechtsgelehrte - der ein Freund von Isaac Newton war – verfasste zahlreiche mathematische und astronomische Schriften und übertrug astronomische Erkenntnisse auf die Nautik.

Vor 275 Jahren:
Am 14. Februar 1744 starb in East Barnet/England der Gelehrte John Hadley. Hadley galt lange Zeit als Erfinder des Sextanten, der von ihm ursprünglich Oktant genannt wurde. Der tatsächliche Erfinder war jedoch Isaac Newton. Nach dem Tod von Edmund Halley fand man nämlich unter dessen Nachlass eine von Newton stammende Zeichnung dieses Instruments. Hadley trat mit seiner Erfindung erst 4 Jahre nach dem Tod von Newton hervor. Allerdings entwickelte Hadley einen nach ihm benannten Quadranten.

Vor 195 Jahren:
Am 7. Februar 1824 wurde in London Sir William Huggins geboren. Der engl. Privatgelehrte baute 1856 eine Privatsternwarte bei London, in der er sich vor allem mit Fragen der Spektroskopie beschäftigte. 1863 konnte er nachweisen, dass in den Sternspektren dieselben chemischen Elemente vorhanden sind wie auf der Erde. 1868 fand er erstmals einen Doppler-Effekt im Spektrum des Sirius. 1897 wurde er in den Adelsstand erhoben.
Am 22. Februar 1824 wurde in Paris Pierre Jules César Janssen geboren. Der französische Forscher führte als einer der ersten die Spektralanalyse in die Astronomie ein. Bereits 1868 beobachtete Janssen während einer totalen Sonnenfinsternis das Spektrum, in dem eine Linie zu finden war, die sein englischer Kollege Lockyer auf ein neues Element, das Helium, zurückführte. Ferner führte er zahlreiche astronomische Expeditionen durch.Von 1875 bis 1907 war er Direktor der Sternwarte Meudon. 1904 veröffentlichte er einen Atlas mit rund 6000 Sonnenphotos.

Vor 175 Jahren:
Am 20. Februar 1844 wurde in Wien Ludwig Boltzmann geboren. Boltzmann war Professor für Physik an den Universitäten Wien, Graz und München. Seine Haupt- Arbeiten betrafen die kinetische Gastheorie. Die Boltzmann-Konstante ist eine nach ihm benannte wichtige Konstante der Astrophysik.

Vor 140 Jahren:
Am 1. Februar 1879 wurde in Paris Henri Chrétien geboren. Der französische Astronomen konstruierte verschiedene Typen von Spiegelteleskopen und war der Erfinder des Cinemaskop-Verfahrens, das beim Film Verwendung fand.

Vor 20 Jahren:
Am 7. Februar 1999 startete die Raumsonde Stardust. Ziel der Mission war das Einfangen von Partikeln des interstellaren Staubs sowie aus der Koma des Kometen Wild 2. Die Proben wurden im Januar 2006 zur Erde zurückgebracht.

Zurück zum Seitenanfang

März:

Vor 455 Jahren:
Am 9. März 1564 wurde in Esens/Ostfriesland David Fabricius geboren. Fabricius, ein protestantischer Pfarrer, war ein fleißiger astronomischer Beobachter. Im Jahr 1596 entdeckte er die Veränderlichkeit des Sterns o Ceti, den Hevel später Mira nannte. Damit entdeckte Fabricius erstmals die Veränderlichkeit eines Sterns. Er starb 1617 eines gewaltsamen Todes. Ein Bauer erschlug ihn, nachdem er diesen auf der Kanzel als Dieb bezichtigt hatte.

Vor 270 Jahren:
Am 28. März 1749 wurde Marquis de Pierre Simon Laplace geboren. Laplace beschäftigte sich vor allem mit Himmelsmechanik. Sein Hauptwerk war die „Mecanique céleste“, die in 5 Bänden erschien. Ferner veröffentlichte er in 2 Bänden auch ein Buch mit Namen„Exposition du Systéme du Monde“. Es verschaffte ihm einen Sitz unter den „40 der französischen Akademie der Wissenschaften“. Der Einfluss von Laplace auf die Kosmogonie, im speziellen auf die Entstehungsweise des Planetensystems, war besonders groß.

Vor 220 Jahren:
Am 22. März 1799 wurde Friedrich Wilhelm August Argelander in Memel geboren. Argelander war einer der bekanntesten praktischen Astronomen des 19. Jahrhunderts. Er war Schüler von Bessel in Königsberg und ging dann an die Sternwarten Turku und Helsinki. Durch seinen Einfluss bei König Wilhelm IV gelang es ihm, in Bonn eine neue Sternwarte zu errichten, auf der er dann tätig wurde. Auf ihn geht die bekannte Stufenschätzung von Veränderlichen zurück, die auch heute noch – vor allem von Amateurastronomen – angewandt wird. Sein Hauptwerk aber ist die Erstellung der „Bonner Durchmusterung“, die auf jahrelange Beobachtungen zurück ging. 1863 war er Mitbegründer der Astronomischen Gesellschaft.

Vor 210 Jahren:
Am 17. März 1809 wurde in Ramboy/Frankreich Felix Victor Mauvais geboren. Mauvais war lange Zeit an der Pariser Sternwarte tätig, von der er aber wegen seiner republikanischen Gesinnung verstoßen wurde. Am bekanntesten wurde er durch die Entdeckung der Kometen 1843 II, 1844 II und 1847 III

Vor 90 Jahren:
Am 29. März 1929 wurde in Aalen Hans Elsässer geboren. Der deutsche Astronom war von 1968 bis 1994 wissenschaftliches Mitglied und Direktor des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg. Elsässer führte einige Raketen- und Ballonexperimente durch, die für die erfolgreiche Durchführung der Projekte Helios A und B sowie für ISO notwendig waren. Darüber hinaus arbeitete er an den Themen interstellare Materie, Sternentstehung, Galaxien und großräumige Strukturen im Kosmos. Elsässer gründete 1962 zusammen mit Schaifer und Kühn die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

Vor 50 Jahren:
Am 3. März 1969 war der erste Flug eines kompletten Apollo-Raumschiffes in der Erdumlaufbahn. Mit Apolllo 9 wurden Abkopplungs- und Ankopplungsmanöver durchgeführt, dabei entfernte sich die Mondlandefähre 160 km von der Kapsel, näherte sich wieder und dockte dann planmäßig an. An Bord waren die Astronauten James A. McDivitt, David R. Scott und Russel L. Schweickart. Der Flug dauerte 10 Tage 1 Stunde, 1 Minute.

Vor 30 Jahren:
Am 18. März 1989 starb in Cambridge der englische Astronom Harold Jeffreys. Jeffreys bestimmte das Alter der Erde auf einige Milliarden Jahre und kam damit erstmals den tatsächlichen Gegebenheiten außerordentlich nahe, da um 1900 das Alter der Erde nur auf etwa 50 bis 100 Mio. Jahre beziffert wurde. Seine genaueren Angaben waren ihm durch seine konsequente Anwendung der aus dem radioaktiven Zerfall abgeleiteten Altersbestimmungsmethoden möglich.

Vor 15 Jahren:
Am 2. März 2004 startete die ESA-Raumsonde Rosetta. Ziel war der Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Die Sonde erreichte den Kometen im August 2014 und verblieb bei diesem mehr als zwei Jahre, während dieser sein Perihel durchquerte. Im November 2014 wurde der Lander Philae auf der Kometen-Oberfläche aufgesetzt. Die Sonde selbst wurde am 30. September 2016 gezielt auf dem Kometen zum Absturz gebracht. Ein wichtiges Ziel der Mission war die Erforschung der Frage, ob Kometen eine bedeutende Rolle für die Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt haben könnten.

Vor 10 Jahren:
Am 7. März 2009 startete das Weltraumteleskop Kepler um nach extrasolaren Planeten zu suchen. Mitte Mai 2013 erklärte die NASA, dass wegen technischer Defekte das Instrument nicht mehr mit der bisherigen Präzision ausgerichtet werden kann und stellte die Hauptmission am 15. August 2013 ein. Im Mai 2014 wurde bekannt gegeben, dass das Weltraumteleskop Kepler mit einer modifizierten Mission – K2 genannt – wieder nach Exoplaneten sucht. Im Jahr 2018 wurden die wissenschaftlichen Beobachtungen aufgrund von Treibstoffmangel beendet. Kepler entdeckte zahlreiche Planeten – darunter auch welche von der Größe der Erde.

Zurück zum Seitenanfang

April:

Vor 390 Jahren:
Am 14. April 1629 wurde Christian Huygens in Den Haag geboren. Neben verschiedenen Arbeiten auf mathematischem und physikalischem Gebiet, wie etwa der Begründung der Wellentheorie des Lichts und der Erfindung der Pendeluhr, gilt der holländische Astronom als hervorragender Beobachter. Er entdeckte mehrere Doppelsterne und kosmische Nebel und erkannte als erster die tatsächliche Form des Saturnrings. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte er Saturns größten Mond, Titan. Ferner beobachtete Huygens Oberflächengebilde auf dem Mars und leitete davon die Rotationszeit des Mars bis auf wenige Minuten genau ab.

Vor 295 Jahren:
Am 22. April 1724 wurde in Königsberg Immanuel Kant geboren. Der große deutsche Philosoph beschäftigte sich auch mit astronomischen, und da im speziellen mit kosmogonischen Problemen. Wichtig ist dabei sein im Jahre 1755 erschienenes Werk „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“. Darin schildert er, dass das Planetensystem aus einer staubförmigen Wolke entstanden sei. Ferner war er der Auffassung, dass die Sterne in Systemen zusammengefasst sind, was sich später als richtig erweisen sollte.

Vor 275 Jahren:
Am 25. April 1744 starb in Uppsala der schwedische Astronom Anders Celsius. Er wurde am bekanntesten durch seinen Vorschlag, den Temperaturunterschied zwischen dem Gefrierpunkt und dem Siedepunkt des Wasser gleichmäßig in 100° einzuteilen. Seine Celsius-Skala ist später in vielen Teilen der Erde übernommen worden. Weitere Forschungen betrafen die Bestimmung von Sternhelligkeiten, Kalenderberechnungen, Beobachtungen an den Saturnmonden und des Polarlichts. Als erster bemerkte er einen Zusammenhang zwischen den Polarlicht-Erscheinungen und den Änderungen des Erdmagnetfeldes.

Vor 220 Jahren:
Am 2. April 1799 starb in Héril/Bayeux der französische Astronom Pierre Charles Lemonnier. Lemonnier war Professor am Collége de France. Er beteiligte sich an der Gradmessung in Lappland. Berühmt wurde er durch eine Mondkarte die zur Folge hatte, dass er bereits 1733 Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften wurde.

Vor 170 Jahren:
Am 12. April 1849 wurde von A de Gasparis in Neapel der 10. Kleinplanet entdeckt. Der 10. Kleinplanet wurde auf Hygiea getauft. Mit einem Durchmesser von rund 430 km gehört er zu den größten Kleinplaneten im Asteroidengürtel.

Vor 55 Jahren:
Am 1. April 1964 starb in Berlin der astronomische Schriftsteller Robert Henseling. Am bekanntesten wurde er durch sein „Sterntagebüchlein“, das ab 1910 über 43 Jahre hinweg alljährlich als populärer astronomischer Kalender erschien. Weitere Werke waren „Kleine Sternkunde“ „das All und wir“ und „Umstrittenes Weltbild“.

Vor 30 Jahren:
Am 26. April 1989 wurde die Deutsche Agentur für Raumfahrts-Angelegenheien gegründet. Die DARA war eine der NASA vergleichbare Organisation. Sie plante und koordinierte alle deutschen Raumfahrprojekte bis 1997, dann wurde DARA aufgelöst und in die DLR (Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt) überführt.

Vor 15 Jahren:
Am 20 April 2004 startete die satellitengestützte Mission Gravity Probe mit einer Delta-II Rakete. Die Raumflugphase dauerte bis 2005. Ziel dieser Mission war, die Raum-Zeit-Krümmung in der Nähe der Erde und damit den Spannungsenergie-Tensor zu messen. Erste Ergebnisse bestätigten den erwarteten geodätischen Effekt mit einer Genauigkeit von etwa 1%.

Zurück zum Seitenanfang

Mai:

Vor 290 Jahren:
Am 2. Mai 1729 starb in Rom Francesco Bianchini. Bianchini war Bibliothekar von Kardinal Ottoboni und später päpstlicher Kammerherr. Ferner war er Sekretär der Kalenderkongregation. Astronomische Beobachtungen stellte er vor allem am Planeten Venus an und leitete 1726 die Rotation der Venus zu etwa 24 Tagen ab. Allerdings irrte Bianchini, weil die siderische Rotationszeit der Venus 243 Tage beträgt, was erst mittels Radar festgestellt werden konnte.

Vor 270 Jahren:
Am 22. Mai 1749 wurde in Zaragola der italienische Astronom Giuseppe Calandrelli geboren. Calandrelli war Direktor der Sternwarte des Collegio Romano in Rom und schrieb viele physikalische und mathematische Abhandlungen.

Vor 250 Jahren:
Am 21. Mai 1769 starb in Leipzig Gottfried Heinsius. Der deutsche Astronom arbeitete zunächst als Privatdozent an der Universität Leipzig, dann als Professor der Astronomie in St. Petersburg und zuletzt wieder in Leipzig als Professor der Mathematik. Er beschäftigte sich vor allem mit Kometen.

Vor 180 Jahren:
Am 21. Mai 1839 wurde in Billeberga/Schweden Nils Dunér geboren. Der schwedische Astronom war Direktor an der Sternwarte in Uppsala. Er beschäftigte sich mit den Spektren der Sterne, untersuchte Veränderliche und bestimmte die Rotation der Sonne.

Vor 80 Jahren:
Am 25 Mai 1939 starb zur See Sir Frank Watson Dyson. Der englische Astronom arbeitete vor allem auf der Sternwarte Greenwich und später in Edinburgh. Er beschäftigte sich mit den Parallaxen der Sterne sowie mit Sonnen- und Mondfinsternissen. Ferner schlug er für den Rundfunk die genauen Zeitzeichen vor.

Vor 40 Jahren:
Am 6. Mai 1979 starb in Heidelberg der deutsche Astronom Karl Wilhelm Reinmuth. Reinmuth arbeitete an der Sternwarte Heidelberg-Königsstuhl. Sein Hauptarbeitsgebiet waren die Kleinplaneten. Dabei entdeckte er zahlreiche neue Objekte wie z. B. Apollo, Hermes und einige Trojaner.

Vor 30 Jahren:
Am 4. Mai 1989 startete die Raumsonde Magellan zur Erforschung der Venus. Die Sonde schwenkte am 10.8.1990 in eine elliptische Umlaufbahn um die Venus ein. Hauptaufgabe war die Radarkartierung der Venusoberfläche, die am 14.9.1992 beendet wurde. In dieser Zeit wurden rund 99% der Venusoberfläche erfasst. Damit war Magellan bis zu diesem Zeitpunkt die erfolgreichste Venussonde.

Vor 10 Jahren:
Am 14. Mai 2009 starteten die großen ESA-Weltraumteleskope Herschel und Planck vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, beide zugleich mit einer Ariane 5 Rakete. Herschel war ein Infrarotweltraumteleskop, das während seines Betriebs in einer Umlaufbahn um den Lagrangepunkt L2 des Systems Erde-Sonne positioniert war. Herschel erweiterte die Kenntnisse über die Entstehung der Sterne und wies auch Stürme aus molekularem Gas in entfernten Galaxien nach. Ende April 2013 wurde das Ende der Mission erklärt, da das zur Kühlung benötigte Helium aufgebraucht war. Nach einer Reihe von Tests wurde der Satellit auf eine heliozentrische Umlaufbahn gebracht und am 17. Juni 2013 endgültig abgeschaltet. Planck war ein Mikrowellen-Weltraumteleskop zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung. Auch Planck wurde um den Lagrangepunkt L2 des Systems Erde-Sonne positioniert. Am 14. August 2013 wurde das Teleskop nach 1554 Tagen Betrieb vom L2 abgezogen und in eine Bahn gebracht, die sicherstellte, dass es für die nächsten 300 Jahre nicht durch die Erde eingefangen wird. Am 23. Oktober 2013 wurde Planck endgültig abgeschaltet.

Zurück zum Seitenanfang

Juni:

Vor 220 Jahren:
Am 18. Juni 1799 wurde in Bolton/Lancashire William Lassell geboren. Der aus wohlsituierten Verhältnissen stammende Engländer beschäftigte sich sein ganzes Leben lang nur aus Liebhaberei mit der Astronomie. Er besaß eine große Sternwarte in Liverpool mit selbstgebauten Instrumenten. Berühmt wurde Lassell durch die Entdeckung des ersten Neptun-Mondes Triton im Jahr 1847. Im Jahr 1848 entdeckte er zeitgleich mit Bond den Saturn-Satelliten Hyperion. Und 1851 entdeckte er von Malta aus die Uranus-Monde Ariel und Umbriel.

Vor 200 Jahren:
Am 5. Juni 1819 wurde in Lanlast/Cornwall John Couch Adams geboren. Adams war Professor an den Universitäten St. Andrews und Cambridge. Ab 1861 war er Direktor der Sternwarte Cambridge. Adams bestimmte – unabhängig von Leverrier – aus Störungen der Uranus-Bewegung die Bahn des Planeten Neptun.

Vor 170 Jahren:
Am 10. Juni 1849 starb in Wien Aloys Beck Edler von Widmannstätten. Er war Direktor des kaiserlichen Fabrikprodukten-Kabinetts in Wien. Widmannstätten beschäftigte sich vor allem mit Meteoriten und entdeckte 1808 die nach ihm benannten Widmannstättenschen Figuren in Meteoriten.

Vor 100 Jahren:
Am 30. Juni 1919 starb in Witham/Essex John William Strutt Rayleigh. Der englische Physiker lieferte vor allem die Grundlagen der modernen Atomtheorie und erhielt 1904 den Nobelpreis für Physik. Ferner beschäftigte er sich mit der Streuung des Lichts. Er konnte durch Experimente beweisen, dass das blaue Himmelslicht auf die Streuung des Sonnenlichts an sehr kleinen Teilchen (Moleküle) innerhalb der Erdatmosphäre zurück zu führen ist.

Vor 70 Jahren:
Am 6. Juni 1949 starb in Aldeburgh/Suffolk Herbert Philip Cowell. Cowell war Chefassistent an der Sternwarte Greenwich und beschäftigte sich vor allem mit den Veränderungen in der Geschwindigkeit der Erdrotation.

Vor 20 Jahren:
Am 24. Juni 1999 startete der Satellit FUSE. (Far Ultraviolett and Spectroscopic Explorer). FUSE ist ein amerikanischer Satellit der zur Erforschung des UV-Spektralbereichs zwischen 900 und 1200 Å eingesetzt wurde.

Vor 10 Jahren:
Am 18. Juni 2009 startete die Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter. Die Sonde umkreist den Mond auf einem niedrigen Orbit zwischen 30 und 50 Kilometern über der Mondoberfläche. 50 Ziele auf der Mondoberfläche wurden mit besonderer Priorität aufgenommen. Dazu zählen auch die Landestellen verschiedener Missionen. Aufnahmen der Apollo-Landestellen sollen weitere Kenntnisse der geologischen Umgebung erbringen, um die Ergebnisse des Apollo-Programms genauer einordnen zu können.

Zurück zum Seitenanfang

Juli:

Vor 260 Jahren:
Am 27. Juli 1759 starb in Basel Pierre Louis Moreau de Maupertuis. Der französische Astronom lehrte an der franz. Akademie der Wissenschaften und vorübergehend auch in England, wo er in die „Royal Society“ gewählt wurde. Ab 1736 leitete er die geodätische Expedition nach Lappland, die mit einer zum Äquator ausgesandten Expedition von la Condamine die Bestimmung der Erdabplattung zum Ziel hatte. Maupertius folgte 1744 einem Ruf Friedrich II nach Berlin wo er 1746 Präsident der Akademie der Wissenschaften wurde.

Vor 215 Jahren:
Am 23. Juli 1804 wurde in Tondern/Schleßwig Adolph Cornelius Petersen geboren. Der deutsche Astronom war einige Jahre Direktor der Sternwarte Altona. Er entdeckte die Kometen 1848 I, 1849 II und 1850 I. Nach dem Tod von Schumacher gab er auch die Astronomischen Nachrichten heraus.

Vor 110 Jahren:
Am 11. Juli 1909 starb in Washington Simon Newcomb. Newcomb war Professor an der John Hopkins Universität in Baltimore. 1857 beteiligte er sich an der Herausgabe des „American Nautical Almanac“. Ab 1877 übernahm er die Leitung dieses Jahrbuchs. Er veröffentlichte eine Reihe populärwissenschaftlicher Bücher, die teilweise in die deutsche Sprache übersetzt wurden: vor allem die „Populäre Astronomie“ die 1881 erstmals in deutscher Sprache erschien.

Vor 50 Jahren:
Am 20. Juli 1969 erfolgte mit Apollo 11 um 21:18 Uhr MEZ die erste Landung auf der Mondoberfläche. Am 21. Juli 1969 um 3:56 MEZ stiegen aus der Mondlandefähre die Astronauten Armstrong und etwa 20 Minuten später Aldrin auf die Mondoberfläche aus. Im Mutterschiff, das den Mond umkreiste, befand sich der Astronaut Collins. Mit der Landung eines Menschen auf dem Mond ging ein uralter Menschheitstraum in Erfüllung.

Vor 40 Jahren:
Am 8. Juli 1979 wurde von der Raumsonde Voyager der Jupitersatellit XV entdeckt. Er bekam den Namen Adrastea. Er ist von Jupiter im Mittel 128 980 km entfernt und gehört damit zu den innersten Jupitermonden. Seine Umlaufzeit beträgt nur 0,298 Tage. Mit Abmessungen von 25 x 20 x 15 km gehört er auch zu den kleinsten Jupitermonden.

Vor 10 Jahren:
Am 1. Juli 2009 wurde die europäisch-amerikanische Mission Ulysses eingestellt und der Funkkontakt nicht mehr weiter aufrecht erhalten. Die am 6. Oktober 1990 gestartete Mission Ulysses war die erste Sonde, die aus der Planetenebene hinaus über die Pole der Sonne flog und dort Magnetfelder sowie den Sonnenwind vermessen hat.

Zurück zum Seitenanfang

August:

Vor 300 Jahren:
Am 20. August 1719 wurde Christian Mayer in Mesritz/Mähren geboren. Mayer war Direktor der Sternwarte in Mannheim. Im Jahr 1769 beobachtete er in St. Petersburg den Venus-Vorübergang vor der Sonne. Am bekanntesten wurde er durch seine Beobachtungen von Doppelsternen. Er kann sogar als Entdecker dieser Objekte betrachtet werden. Im Jahr 1778 erschien sein Werk „Gründliche Verteidigung neuer Beobachtungen von Fixstern-Trabanten“.

Vor 230 Jahren:
Am 28. August 1789 wurde von William Herschel der Saturn-Satellit Enceladus entdeckt. Sein Durchmesser beträgt 510 km und sein Umlaufzeit 1,37 Tage. Seine Albedo beträgt fast 1,00. Damit ist Enceladus das Objekt mit der höchsten Reflexionseigenschaft im ganzen Sonnensystem.
Am 29. August 1789 starb in Lausanne Charles de Loys, Herr von Chèseaux und Lavoui. Der Schweizer Astronom verfasste eine Geschichte der Physik von 1589 bis 1685. Ferner wies er in einer Schrift über den Kometen vom Dezember 1743 erstmals auf eine möglich Absorption des Sternenlichts beim Durchgang durch den Weltraum hin. Er nahm damit rund 80 Jahre zuvor das Olbers Paradoxon vorweg.

Vor 140 Jahren:
Am 6. August 1879 starb in München Johann von Lamont. Der schottisch-deutsche Astronom erhielt im Benediktiner Kloster in Bayern seine Ausbildung.Er war Direktor der Sternwarte Bogenhausen/München. Dort beobachtete er mit einem neuen Refraktor von Fraunhofer Nebelflecke und Sternhaufen. Lamont gilt als Pionier der Erforschung des Erdmagnetismus.

Vor 30 Jahren:
Am 9. August 1989 startete mit einer Ariane 4 der Astrometrie-Satellit Hipparcos. Seine Aufgabe war es, exakte Orte, Eigenbewegungen und Parallaxen von 120 000 Sternen zu bestimmen. Wegen Versagens des Apogäum-Motors erreichte der Satellit nicht seine vorgesehene Umlaufbahn sondern blieb im geostationären Orbit. Durch Umstellung des Programms konnte dennoch ein großer Teil des ursprünglichen Ziels erreicht werden.

Vor 15 Jahren:
Am 3. August 2004 startete die Merkursonde MESSENGER. Die Sonde trat am 18. August 2011 in einer Umlaufbahn um Merkur ein und erkundete den sonnennächsten Planeten. Tausende Bilder wurden zur Erde gesandt. Am 30. April 2015 endete die Mission mit einem bewusst herbeigeführten Einschlag der Sonde auf der Merkur-Oberfläche.

Zurück zum Seitenanfang

September:

Vor 270 Jahren:
Am 19. September 1749 wurde in Amiens Jean Baptist Joseph Delambre geboren. Ursprünglich Hauslehrer, wurde er – nachdem er seine Tafeln der Bewegung der Sonne, des Jupiter, Saturn und Uranus veröffentlicht hatte - Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften. 1814 erschien sein dreibändiges „Handbuch der theoretischen und praktischen Astronomie“ und 1817 bis 1823 eine sechsbändige „Geschichte der Astronomie“.

Vor 230 Jahren:
Am 9. September 1789 wurde in Portland/Maine William Cranch Bond geboren. Er war Direktor der Sternwarte am Harvard-College in Cambridge. Im Jahr 1848 entdeckte er den Saturnmond Hyperion.
Am 17. September 1789 entdeckte William Herschel den Saturnmond Mimas. Mimas ist 390 km groß und im Mittel 185.520 km vom Saturn entfernt. Mimas gehört zu den innersten Saturnsatelliten.

Vor 200 Jahren:
Am 23. September 1819 wurde in Paris Armand Hippolyte Louis Fizeau geboren. Der französische Physiker bestimmte erstmals experimentell die Lichtgeschwindigkeit und wies darauf hin, dass man den „Doppler-Effekt“ zur Bestimmung der Radialgeschwindígkeit der Sterne heranziehen könnte.
Am 18. September 1819 wurde in Paris Jean Bernard Léon Foucault geboren. Der französische Physiker bestimmte nach einer anderen Methode als Fizeau die Lichtgeschwindigkeit. Darüber hinaus zeigte er 1853, dass die Lichtgeschwindigkeit im Wasser langsamer ist als in der Luft. Dies war ein wichtiger Hinweis auf die Wellennatur des Lichts. Ferner konnte er mit dem berühmt gewordenen Foucaultschen Pendelversuch einen direkten Beweis für die Rotation der Erde liefern.

Vor 180 Jahren:
Am 12. September 1839 wurde in Göttingen Arthur Auwers geboren. Der deutsche Astronom wurde 1866 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Er beobachtete den Venusdurchgang von 1874 in Luxor und 1882 von Punta Arena aus. Vom Kap der Guten Hoffnung aus vermaß Auwers mit Hilfe des Kleinplaneten Victoria die Sonnenparallaxe. Ferner beschäftigte er sich mit den Eigenbewegungen der Sterne und organisierte das Zonenunternehmen der Astronomischen Gesellschaft, an dem sich auch die Kuffner-Sternwarte in Wien Ottakring mit dem Himmelsareal von – 6 bis – 10 Grad Deklination beteiligte.

Vor 170 Jahren:
Am 23. September 1849 wurde in Bielitz Hugo von Seeliger geboren. Seeliger arbeitete an der Sternwarte Gotha und wurde 1883 Direktor der Sternwarte München. Er beschäftigte sich vor allem mit Fragen der theoretischen Astronomie, der Photometrie und der Stellarstatistik. 1911 erschien sein Werk „Über die räumliche Verteilung der Sterne“ und 1920 die „Untersuchungen über das Sternsystem“.

Vor 130 Jahren:
Am 22. September 1889 wurde in Peru/Nebraska USA Edison Pettit geboren. Pettit war als Astronom am Yerkes- und am Mount Wilson Observatorium tätig. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Sonne. Mit Thermoelementen bestimmte er die Temperatur der Sonne, aber auch anderer Sterne. 1925 erschien sein Hauptwerk “Forms and motions of the solar prominences“.

Vor 10 Jahren:
Am 9. September 2009 wurde der Komet C/2009 R1 (McNaught) entdeckt. Entdecker war der britisch-australische Astronom Robert H. McNaught Der Komet erreichte eine Helligkeit von 5 mag und war damit in dunklen Gebieten mit bloßem Auge sichtbar. Mit einer numerischen Exzentrizität von 1,0004 hat dieser Komet ein hyperbolische Bahn.

Zurück zum Seitenanfang

Oktober:

Vor 570 Jahren:
Am 27. Oktober 1449 starb in Samarkand der persische Astronom Ulugh-Beigh. Er war ein Enkel des Mongolenfürsten Timur, war Regent in Persien und folgte seinem Vater 1447 auf den Thron. Er beschäftigte sich intensiv mit astronomischen Problemen und baute 1428 eine Sternwarte in Samarkand, die heute noch in ihren Resten vorhanden ist. Sein Hauptwerk war ein Sternkatalog, der von 1018 Sternen die Positionen mit der damals besten Genauigkeit enthielt. Ulugh Beigh wurde von seinem Sohn ermordet.

Vor 230 Jahren:
Am 25. Oktober 1789 wurde in Dessau Samuel Heinrich Schwabe geboren. Er war Privatastronom und Apotheker. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Beobachtung der Sonnenflecken und der Ringe des Saturn. 1843 veröffentlichte er als erster, dass die Aktivität der Sonnenflecken in einem zehnjährigen Zyklus schwanken würde. Obwohl wir heute von einem elfjährigen Zyklus sprechen müssen, geht die Entdeckung der Periodizität der Sonnenflecken-Aktivität ausschließlich auf ihn zurück.

Vor 190 Jahren:
Am 15. Oktober 1829 wurde in Goshen/Conn. Asaph Hall geboren. Hall wurde 1863 Professor für Astronomie in Washington und ab 1895 an der Harvard-Universität in Cambridge. 1877 entdeckte er die beiden Marsmonde Phobos und Deimos.

Vor 110 Jahren:
Am 30. Oktober 1909 wurde Boris Wassiljewitsch Kukarkin in Nischni Nowgorod geboren. Der sowjetische Astronom war an der Universität in Moskau und am Sternberg-Institut tätig. Er beschäftigte sich vor allem mit den Veränderlichen und brachte gemeinsam mit Parenago 1948 den „Gerneral Catalogue of Variable Stars“ heraus.

Vor 35 Jahren:
Am 20. Oktober 1984 starb in Tallahassee Florida Paul Adrien Maurice Dirac. Der englische Physiker arbeitete auf dem Gebiet der Wellenmechanik und äußerte bereits 1930 die Vermutung, dass es Antiteilchen geben müsse. 1933 erhielt er zusammen mit E. Schrödinger den Nobelpreis für Physik.

Vor 30 Jahren:
Am 18. Oktober 1989 startete die amerikanische Raumsonde Galileo. Auf ihrem Weg zum Jupiter flog sie 1991 an Gaspra und 1993 an Ida vorbei und sendete so die ersten Nahaufnahmen von Kleinplaneten zur Erde. Darüber hinaus wurde bei Ida ein kleiner Mond entdeckt der den Namen Dactyl erhielt. Vom 16. - 22. Juli 1994 fotografierte die Raumsonde die Einschläge des Kometen Shoemaker Levy 9 auf Jupiter und lieferte sensationelle Bilder von diesen Einschlägen zur Erde. 1995 erreichte die Raumsonde Galileo das Jupitersystem und erforschte es jahrelang bis die Raumsonde im September 2003 kontrolliert zum Absturz auf Jupiter gebracht wurde.

Zurück zum Seitenanfang

November:

Vor 310 Jahren:
Am 15. November 1709 wurde in Harlem Dirk Klinkenberg geboren. Der holländische Astronom verfasste zahlreiche astronomische Abhandlungen und entdeckte die Kometen von 1743, 1744 und 1748.

Vor 200 Jahren:
Am 3. November 1819 wurde in Neapel Charles Piazzi Smyth geboren. Der englische Wissenschaftler war längere Zeit Direktor des Observatoriums in Edinburgh und unternahm eine astronomische Expedition zum Teide auf Teneriffa. Sein Hauptaugenmerk galt den astronomischen Beziehungen, die er in den großen ägyptischen Pyramiden zu entdecken glaubte. 1865 bis 1867 erschienen die drei Bände seines Hauptwerks „Life and work at the great pyramid“.

Vor 130 Jahren:
Am 20. November 1889 wurde in Marshfield/Missouri Edwin Powell Hubble geboren. Hubble war ursprünglich Jurist und wandte sich später der Astronomie zu und arbeitete zunächst am Yerkes Observatorium und später am Mt. Wilson-Observatorium. Sein Hauptarbeitsgebiet betraf die Galaxien. Mit Hilfe der Perioden-Leuchtkraft-Beziehung konnte er die Entfernung des Andromedanebels und auch anderer Galaxien erstmals bestimmen. Am bekanntesten wurde er durch die Ermittlung der Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien mit Hilfe des Doppler-Effekts. Damit war es ihm möglich, eine entscheidende Stütze für die Expansion des Weltalls zu liefern.

Vor 90 Jahren:
Am 30. November 1929 starb der amerikanische Geologe Daniel Barringer. Barringer untersuchte vor allem einen in Arizona befindlichen 1,3 km großen Krater, den man früher für vulkanischen Ursprungs hielt. Barringer behauptete erstmals 1905, dass es sich um einen Meteoritenkrater handeln müsse. Diese Theorie, die zunächst nicht akzeptiert wurde, bestätigte sich in den folgenden Jahrzehnten voll und ganz. Zu ehren seines Erforschers wird er heute Barringer- Krater genannt.

Vor 30 Jahren:
Am 18. November 1989 wurde der NASA-Satellit Cosmic Background Explorer gestartet, der die Hintergrundstrahlung und eine diffuse Infrarot-Hintergrundstrahlung maß. Damit erhielt man Aufschluss über die frühen Phasen in der Entwicklung des Universums. Es konnten noch Temperatur-Differenzen von einem Zehntel eines Millionstel Kelvin erfasst werden.

Vor 20 Jahren:
Am 19. November 1999startete der erste unbemannte Flug einer chinesischen Raumsonde vom Typ Shenzhou. Shenzhou 1 umrundete die Erde 14 Mal und bekam am 18:49 UTC durch das Beobachtungs- und Kontrollschiff „Yuan Wang 3“, das vor der Küste Namibias stationiert war, das Kommando für ein Bremsmanöver. Nach dem erfolgreichen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre landete die Rückkehrkapsel von Shenzhou 1 ungefähr 415 km östlich der Startrampe und 110 km nordwestlich von Wuhai, in der inneren Mongolei. Der Start von Shenzhou-1 am 19.11.1999 war der Beginn der chinesischen bemannten Raumflüge.

Zurück zum Seitenanfang





Verein Kuffner Sternwarte