Das Heliometer der Kuffner Sternwarte, Foto: Andreas Chwatal
Heliometer der Kuffner-Sternwarte
Bild: Andreas Chwatal

Kleiner astronomischer Rückblick 2017


Zusammengestellt von Susanne Plank


Alle Beiträge:

Rückblick: 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999, 1998



Jänner:

Vor 330 Jahren:
Am 28. Januar 1687 starb in Danzig Johannes Hevel. Der Ratsherr und spätere Bürgermeister von Danzig war ein aktiver Amateurastronom. Mit seinen großen Fernrohren beobachtete er vor allem Sonne, Mond, Planeten und Kometen.1647 erschien sein erstes größeres Werk „Selenographia“, das sich mit der Beschreibung des Mondes befasste. Ferner entdeckte er 1644 die Phasen des Merkur. Seine Sternwarte brannte 1679 ab.

Vor 270 Jahren:
Am 19. Januar 1747 wurde Johann Elert Bode in Hamburg geboren. Bode gründete das Berliner Astronomische Jahrbuch und gab 1801 die Uranographia heraus; ein Sternatlas mit 17 000 Sternen. Dem von Wilhelm Herschel entdeckten Planeten gab er den endgültigen Namen Uranus. Ferner verbesserte er die schon von J. K. Titius gefundene mathematische Beziehung in der Abstandsfolge der Planeten.

Vor 220 Jahren:
Am 4. Januar 1797 wurde in Berlin Wilhelm Beer geboren. Beer arbeitete zusammen mit Mädler über viele Jahre an einer Mondkarte, die über längere Zeit eine der besten topographischen Mondkarten war und einen Durchmesser von 1 m hatte. Er wies auch als erster darauf hin, dass wegen der Atmosphärelosigkeit des Mondes eine Sternwarte auf diesem Himmelskörper nützlich wäre.

Vor 50 Jahren:
Am 27. Januar 1967 geschah der erste tödliche Unfall im amerikanischen Raumfahrtprogramm. Am Flughafen Cape Canaveral wurde mit Apollo1 eine Startsimulation durchgeführt die misslang. An Bord waren die Astronauten Grissom, White und Chaffee, die bei dieser Startsimulation ums Leben kamen. Die Ursache war ein Brand, der durch einen Funken in der Apollo-Kapsel ausgelöst wurde. Das Unglück führte zu baulichen Veränderungen am Raumfahrzeug Apollo.

Vor 20 Jahren:
Am 17. Januar 1997 starb der amerikanische Astronom Clyde William Tombaugh. Er stammte aus einer armen Familie und wurde 1929 als Hilfskraft am Lowell-Observatorium angestellt. Im Jahr 1930 entdeckte er mit einem Blinkkomparator Pluto. Er vertrat bis zu seinem Tod vehement die Meinung, dass Pluto ein Planet sei. Aber durch die Entdeckung noch größerer Objekte am Rande des Sonnensystems, wurde es immer schwieriger, seinen Planetenstatus aufrecht zu erhalten. Die endgültige „Degradierung“ Plutos zu einem Zwergplaneten erfolgte im August 2006.

Vor 10 Jahren:
In der Nacht vom 17. auf den 18. Jänner 2007: First Light für den europäischen Planetenjäger COROT Die reguläre Beobachtung begann im Februar 2007. Von 2007 bis 2012 hat COROT sehr erfolgreich gearbeitet und 32 Planeten und zwei Braune Zwerge entdeckt. Am 22. Juni 2013 wurde von der französischen Raumfahrtagentur CNES bekanntgegeben, dass der COROT-Satellit offiziell außer Betrieb gestellt wurde, da er vermutlich den hochenergetischen Strahlen zum Opfer gefallen ist. Das vermutete Problem ließ sich vom Boden aus nicht beheben, so dass CNES den Satelliten aufgeben musste.

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Februar:

Vor 180 Jahren:
Am 21. Februar 1837 wurde Magnus Nyrén in Västra Furlen geboren. Der schwedische Astronom arbeitete vor allem am Pulkova Observatorium. Neben F. Küster entdeckte er die Schwankung der Polhöhe. Ferner verbesserte er die Konstanten für die Aberration, die Präzession und die Nutation. Dies waren wichtige Voraussetzungen für die Erstellung des Fundamentalkatalogs der Sternwarte Pulkova.

Vor 120 Jahren:
Am 27. Februar 1897 wurde in Paris Bernard Lyot geboren. Der französische Astronom arbeitete lange Zeit am Observatorium Pic du Midi in den Pyrenäen. 1930 erfand er den Koronographen und 1933 den Lyot-Filter. Er stellte 1935 den ersten Film der Bewegungen von Protuberanzen auf der Sonne dar. Außerdem beschäftigte er sich mit der Oberfläche von Planeten und wies auf die Möglichkeit von Sandstürmen auf dem Mars hin.

Vor 110 Jahren:
Am 10. Februar 1907 wurde der zweite Trojaner (nach Achilles) im Lagrangepunkt L4 von A. Kopff in Heidelberg entdeckt. Auf Vorschlag von Johann Palisa bekam er den Namen Hektor. Hektor ist mit einem Durchmesser von rund 180 km nicht nur der größte der Trojaner, sondern auch der hellste.

Vor 60 Jahren:
Am 18. Februar 1957 starb in Princeton der amerikanische Astronom Henry Russell. Nach einem Aufenthalt in England wurde er Direktor der Universität Princeton. Er beschäftigte sich unter anderem eingehend mit der Sternentwicklung und der chemischen Zusammensetzung der Sonne. 1929 konnte er als einer der ersten das Verhältnis von Wasserstoff zu Helium in der Sonne mit 9:1 abschätzen. Am engsten steht aber sein Name im Zusammenhang mit der Aufstellung des Hertzsprung-Russell-Diagramms.
Am 8. Februar 1957 starb in Heidelberg Walther Bothe. Bothe leistete wesentliche Grundlagen zur Erforschung der kosmischen Strahlung und der Reaktionen der Atomkerne. Er erhielt 1954 zusammen mit Max Born des Nobelpreis für Physik.

Vor 10 Jahren:
Am 17. Februar 2007 starteten die fünf THEMIS-Satelliten. Ihr Ziel war die Erforschung des detaillierten Weges, den die geladenen Teilchen des Sonnenwinds in der Erdatmosphäre nehmen um herauszufinden, was die Teilchen-Stürme auslöst und so die Polarlichter entstehen lässt. Eine Woche nach dem Start lieferten die Satelliten schon erste Ergebnisse. Die THENIS-Satelliten entdeckten im Juni 2007 zwei temporäre Löcher in der Erdatmosphäre.

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März:

Vor 290 Jahren:
Am 31. März 1727 starb in Kensington bei London Isaak Newton, einer der bedeutendsten Naturforscher. Newton fand die drei Bewegungsgesetze der Mechanik. Durch Anwendung dieser Gesetze auf die Himmelsmechanik fand er das Gravitationsgesetz, mit dem er die Bewegung der Planeten um die Sonne sowie Ebbe und Flut erklärte sowie die Massen der Planeten und des Mondes berechnete. Unabhängig von Leibniz erfand Newton die Infinitesimalrechnung, die für die Astronomie und künftige Astrophysik von großer Bedeutung war. Ferner baute Newton 1668 ein Spiegelteleskop, dessen Bauweise noch heute, vor allem für kleinere Fernrohre, angewandt wird. Darüber hinaus untersuchte er die Zerlegung des Lichts mit Hilfe eines Prismas. Der Begriff „Spektrum“ geht auf Newton zurück.

Vor 230 Jahren:
Am 6. März 1787 wurde in Straubing/Deutschland Joseph Fraunhofer geboren. Fraunhofer kam als Optiker in das Institut von Reichenbach, Utzschneider und Liebherr in München und arbeitete sich dort zu einem der berühmtesten Optiker des 19. Jahrhunderts empor. Einen großen Namen machte er sich durch die Herstellung achromatischer Objektive. Die Fraunhoferschen Linsenfernrohre waren die qualitativ besten seiner Zeit. Die größten von ihm hergestellten Objektive erreichten 9 Zoll Durchmesser. Sein früher Tod (1826) erlaubte ihm nicht mehr, die hoffnungsvollen Versuche in Richtung größerer Objektive fortzusetzen.

Vor 210 Jahren:
Am 29. März 1807 wurde von Wilhelm Olbers ein Kleinplanet entdeckt. Es war dies der vierte Kleinplanet der gefunden wurde. Der rund 530 km große Himmelskörper erhielt den Namen Vesta. Obwohl Vesta nicht der größte Kleinplanet ist, erreicht er mit einer Oppositionshelligkeit von 5,5 mag die größte Helligkeit aller Kleinplaneten, so dass Vesta bei besonders dunklen Himmel und guter Kenntnis der Position mit freiem Auge beobachtet werden kann.

Vor 180 Jahren:
Am 7. März 1837 wurde Henry Draper in County/Virginia geboren. Der amerik. Physiologe und Astronom war einer der ersten Pioniere bei der Einführung der Photographie in der Astronomie. Insbesondere photographierte er die Spektren der Sterne und konnte als erster auf der Sonne Wasserstoff nachweisen. Nach seinem Tod (1882) stiftete seine Witwe dem Harvard College-Observatorium in Cambridge/Mass eine größere Summe, mit deren Hilfe weitere spektrographische Untersuchungen an Sternen durchgeführt wurden. Der Henry-Draper Katalog umfasst die Spektralklassen von 225 000 Sternen. Den größten Teil der Arbeit am Henry-Draper-Katalog hat Anny Jump Cannon geleistet.
Am 23. März 1837 wurde in Chelsea Richard Antony Proctor geboren. Der englische Privatastronom lebte vor allem in den USA, wo er sich der Planetenforschung widmete. 1869 erschien von ihm eine Karte des Mars in Mercator-Projektion. 1865 verfasste er ein Buch über den Saturn und 1873 eines über den Mond.

Vor 150 Jahren:
Am 19. März 1867 wurde in Bad Dürkheim Johann Fauth geboren. Fauth besaß in Landstuhl/Pfalz und später in Grünwald eine Privatsternwarte auf der er eingehende Mond- und Planetenbeobachtungen durchführte. Er erstellte eine präzise Mondkarte im Maßstab 1:1 000 000.

Vor 110 Jahren:
Am 13. März 1907 wurde in Hamm/Westfalen Ludwig Biermann geboren. Der deutsche Astronom war Direktor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München. Seine Hauptaufgaben lagen auf dem Gebiet der theoretischen Physik. Weitere Arbeiten betrafen die kosmische Strahlung und die Theorie der kontrollierten Kernfusion. 1951 entdeckte Biermann, dass die Ausrichtung der Gas-Schweife von Kometen auf den Einfluss des Sonnenwindes zurückzuführen ist. Nach ihm wurde der Ludwig-Biermann-Förderpreis benannt, der an hervorragende jüngere Astronomen geht. Dem Ausgezeichneten soll es einen Forschungsaufenthalt an einem Institut seiner Wahl ermöglichen.

Vor 10 Jahren:
Am 8. März 2007 wurde bekannt gegeben, dass der schon seit längerem vorhergesagte YORP-Effekt bei einem Asteroiden beobachtet werden konnte. Dies gelang einem Wissenschaftsteam, indem es mehrere leistungsfähige optische und Radar-Teleskope kombinierte. So entdeckten sie, dass der Asteroid 2000 PH5 jedes Jahr eine Millisekunde schneller rotiert. Eine Umdrehung des Asteroiden dauert nur 12 Minuten, so dass der YORP-Effekt bereits eine ganze Weile gewirkt haben muss.

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April:

Vor 310 Jahren:
Am 15. April 1707 wurde in Basel der berühmte Mathematiker Leonhard Euler geboren. Nach seinem Studium in Basel erhielt Euler 1727 einen Ruf an die Akademie der Wissenschaften von St. Petersburg. Ab 1741 wirkte er als Direktor der mathematischen Klasse in Berlin, wechselte aber 1761 wieder nach St. Petersburg. Neben seinen mathematischen Forschungen sind vor allem die Erfindung der achromatischen Linse und seine Arbeiten auf dem Gebiet der Planetenstörungen bekannt.

Vor 240 Jahren:
Am 30. April 1777 wurde in Braunschweig Carl Friedich Gauss geboren. Gauss beschäftige sich bereits als Kind mit mathematischen Problemen. Nach seinem Besuch des Collegium Carolinum in Braunschweig studierte er in Göttingen. Er entwickelte eine Bahnbestimmung der Planeten, die er erstmals nach der Entdeckung von Ceres 1801 anwenden konnte. 1807 wurde er Professor der Mathematik und Direktor der Sternwarte in Göttingen.

Vor 55 Jahren:
Am 23. April 1962 startete die Mondsonde Ranger 4. Geplant war ein harter Aufschlag und Landung einer Kapsel auf dem Mond. Der Kontakt zur Sonde brach noch am Starttag ab. Die Sonde schlug am 26. April 1962 stumm auf dem Mond auf. Ranger 4 war trotz des Fehlschlags das erste US-Raumfahrzeug, das die Mondoberfläche erreichte.

Vor 50 Jahren:
Am 23. April 1967 startete Sojus 1 vom Kosmodrom in Baikonur/Kasachstan. Der Flug dauerte 1 Tag, 2 h und 48 min. Es war dies der erste bemannte Flug des neuen Raumfahrzeugs Sojus. An Bord war der Kosmonaut Wladimir Komarov. Bei der Landephase verunglückte er wegen eines Versagens des Fallschirmsystems tödlich. Komarov ist der erste Raumfahrer, der bei einem Raumflug ums Leben kam.
Am 11. April 1967 wurde in Tautenburg ein Kleinplanet entdeckt. Die Entdecker waren B.T. Börngen und W.M. Tscharnuter. Zur Erinnerung an Richard Strauss, einen der bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts, wurde er auf den Namen Rosenkavalier getauft, der Name einer Oper von Richard Strauss. Von 1919 bis 1924 war Richard Strauss Staatsoperndirektor in Wien.

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Mai:

Vor 240 Jahren:
Am 5. Mai 1777 wurde in Schöller/Deutschland Johann Friedrich Benzenberg geboren. Der deutsche Astronom war Professor der Mathematik und Physik am Lyzeum in Düsseldorf und stiftete 1844 die kleine Sternwarte Bilk bei Düsseldorf. Benzenberg beschäftigte sich vor allem mit den Gesetzen des Falls auf der sich drehenden Erde. Ferner widmete er seine Aufmerksamkeit den Meteoriten.

Vor 160 Jahren:
Am 21. Mai 1857 wurde in Kristiania/Norwegen Jens Schröter geboren. Der norwegische Astronom war längere Zeit Direktor und Professor des Observatorium in Kristiania. 1923 veröffentlichte er einen Katalog über Sonnenfinsternisse von 1600 bis 1800. Ferner erschienen von ihm 1923 bis 1926 die beiden Bände seines „Handbuchs der Chronologie“.

Vor 50 Jahren:
Am 4. Mai 1967 startete die russische Raumsonde Lunar Orbiter 4 und erreicht 4 Tage später den Mond. Die Umlaufbahn war im Gegensatz zu früheren Missionen wesentlich höher und mit einer Bahnneigung von 88,80° fast polar. Die Sonde macht 546 Bilder bis zum Absturz am 31. Oktober 1967. Die Mondvorderseite wurde fast vollständig und die Rückseite zu etwa einem Viertel erfasst. Startgewicht der Sonde war 390 kg.

Vor 10 Jahren:
Im April/Mai 2007 hat COROT seinen ersten extrasolaren Planeten entdeckt. Es ist ein Gasriese mit der Bezeichnung CoRoT-1 b. Der Planet hat die 1,3-fache Jupitermasse und ist rund 1 500 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Am 10 Mai 2007 wurde im Astrophysical Journal der älteste bekannte Stern vorgestellt. Der Stern mit der Bezeichnung HE 1523-0910 ist ein Roter Riese. Entdeckt wurde der Stern mit Hilfe des Very Large Telescopes. Er gehört zur Milchstraße und ist ein wahres Fossil. Die Daten ergaben, dass HE 1532-0901 ein Alter von 13,2 Milliarden Jahre hat und ist damit fast so alt wie die Milchstraße.

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Juni:

Vor 250 Jahren:
Am 27. Juni 1767 wurde in Chamonix Alexis Bouvard geboren. Obwohl sein ursprünglicher Beruf Schäfer war, arbeitete er sich zu einem der bedeutendsten französischen Astronomen des beginnenden 19. Jahrhunderts heran. Besonders wichtig waren seine Tafeln der Bewegungen der Planeten Jupiter, Saturn und Uranus. Sie waren die Grundlage für die späteren Störungsrechnungen von Adams und Leverrier, die letztendlich in der Entdeckung des Planeten Neptun gipfelten. Ferner entdeckte er mehrere Kometen.

Vor 120 Jahren:
Am 9. Juni 1897 starb in Cambridge/Mass Alvan Graham Clark. Clark war der bekannteste Linsenhersteller für astronomische Instrumente in Nordamerika. Auf zahlreichen amerikanischen und auch europäischen Sternwarten fanden sie Verwendung. Knapp vor seinem Ableben stellte er für den Yerkes-Refraktor das Objektiv her. Mit einer Öffnung von 102 cm ist es das bis heute größte Linsenfernrohr der Welt. Ferner wurde er durch die Entdeckung des Sirius-Begleiters (31.1.1862) berühmt.

Vor 40 Jahren:
Am 16. Juni 1977 starb in Washington der deutsche Raketentechniker Wernher von Braun. Er gehörte schon um 1930 zu den Begründern des damaligen Raketenflugplatzes in Berlin-Reinickendorf. Während des 2. Weltkrieges entwickelte er in Peenemünde die „A4“, die unter der Propagandabezeichnung „V2“ bekannt wurde. Nach 1945 kam er in die USA und wurde Leiter des Raketen-Entwicklungsprogramms der amerikanischen Armee. Er war maßgebend an der Entwicklung des Apolloprogramms beteiligt. Von 1960 bis 1970 war er Direktor des Marshall Space Flight Centers und von 1970 bis 1972 stellvertretender Direktor der NASA.

Vor 20 Jahren:
Am 27. Juni 1997 flog die Raumsonde Near-Shoemaker im Abstand von nur 1200 km am Kleinplaneten Mathilde vorbei. Zahlreiche Aufnahmen und Messungen von Mathilde gelangten zur Erde.Der Asteroid ist 62 x 47 x 45 km groß und hat eine Dichte von nur 1,3g/cm³. Mathilde wurde am 12. November 1885 vom Österreicher Johann Palisa entdeckt. Das Hauptziel der Raumsonde Near-Shoemaker war aber der Kleinplanet Eros, den die Raumsonde ab 14. 2. 2000 umkreiste und – erstmals in der Geschichte der Menschheit - am 12.2.2001 auf ihm landete.

Vor 5 Jahren:
Am 6. Juni 2012 konnte der letzte Venustransit dieses Jahrhunderts beobachtet werden. Unser Nachbarplanet war fast sieben Stunden lang als kleiner schwarzer Punkt vor der hellen Sonnenscheibe zu sehen. Leider war von Mitteleuropa aus das Ereignis nur in seiner Schlussphase zu verfolgen. Aber die Sonnensonden von NASA und ESA lieferten eindrucksvolle Bilder dieses kosmischen Schauspiels.

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Juli:

Vor 150 Jahren:
Am 28. Juli 1867 wurde in Steubenville/Ohio Charles Dillon Perrine geboren. Der amerikanische Astronom arbeitete vor allem an den Lick- und Cordoba-Observatorien. Perrine entdeckte die Jupitersatelliten Himalia und Elara.

Vor 110 Jahren:
Am 3. Juli 1907 wurde in Münster der deutsche Astronom Wilhelm Becker geboren. Ab 1953 war Becker Direktor der Universitäts-Sternwarte Basel. Sein Arbeitsgebiet war die Stellar-Astronomie. Sein Buch „Sterne und Sternsysteme“ galt als eine der wichtigsten Monographien auf diesem Gebiet.

Vor 50 Jahren:
Am 14. Juli 1967 startete die amerikanische Mondsonde Surveyor 4 und erreichte nach 63 Stunden den Mond. Ihr Ziel war es, weich auf dem Mond zu landen. Wegen Funkabbruchs 2 ½ Minuten vor der Landung kam es leider nur zu einem harten Aufschlag auf dem Mond.

Vor 30 Jahren:
Am 22. Juli 1987 startete die Mission Sojus TM-3/Mir vom Kosmodrom Baikonur/Kasachstan. An Bord waren die beiden russischen Kosmonauten Alexander Wiktorenko und Alexander Alexandrow und erstmals ein syrischer Kosmonaut namens Muhammed Faris.. Es wurde an die Raumstation Mir angekoppelt und Alexandrow blieb bis Dezember 1987 in der Raumstation, während Wiktorenko und Muhammed Faris mit Sojus TM-2 schon nach 7 Tagen zur Erde zurück kehrten.

Vor 5 Jahren:
Am 11. Juli 2012 wurde die Entdeckung eines fünften Pluto-Mondes bekannt gegeben. Die Entdeckung gelang einem Team von Astronomen um Mark R. Showalter vom SETI-Instirut. Erst hat er die vorläufige Bezeichnung S/2012 (134340)1 erhalten. Später bekam er dann den Namen Styx, nach einem Fluss in der griechischen Mythologie. Seine Größe betragt zirka 5 x 7 km.

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Verein Kuffner Sternwarte