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Leo de Ball wurde am 23. November 1853 in Lobberich im Rheinland geboren.
Seine Eltern besaßen eine Samtfabrik, und so wuchs er wohlbehütet
auf und genoß eine ausgezeichnete Erziehung. In Berlin und Bonn
studierte er unter anderem bei Weierstraß, Helmholz, Clausius und
Lipschitz. Daneben hörte er zoologisch-botanische sowie auch chemische
Vorlesungen.
1883 trat de Ball eine Stelle an der Sternwarte in Ougrèe bei Lüttich
unter Prof. Floie an. Acht Jahre hindurch beschäftige er sich mit
Doppelsternmessungen, Parallaxenmessungen, Meridiankreisbeobachtungen und
theoretischen Arbeiten, meist himmelsmechanischer Natur. Die nächsten 25 Jahre (!) war de Ball zweiter Direktor der Kuffner-Sternwarte, und Wien wurde ihm eine zweite Heimat. In diesen Jahren veröffentlichte er einige bedeutende Werke, darunter neue Refraktionstafeln (1906) und ein Lehrbuch der sphärischen Astronomie (1912).
Unerwartet verstarb de Ball am 12. Dezember 1916 an den Folgen einer
plötzlichen Erkrankung.
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