Das Heliometer der Kuffner Sternwarte, Foto: Andreas Chwatal
Heliometer der Kuffner-Sternwarte
Bild: Andreas Chwatal

Kleiner astronomischer Rückblick 2011


Zusammengestellt von Susanne Plank



Jänner:

Vor 400 Jahren:
Am 28. Januar 1611 wurde in Danzig Johann Hevel (eigentlich Hewelcke) geboren. Der Ratsherr und spätere Bürgermeister von Danzig war ein aktiver Amateurastronom. Mit großen Fernrohren beobachtete er vor allem Sonne, Mond und Planeten. 1647 erschien sein erstes größeres Werk die "Selenographia" die sich mit der Beschreibung des Mondes befasste. 1665 kam das Buch "Prodromus Cometicus" und 1668 vor allem seine Cometographia" heraus. Hevel entdeckte die Phasen des Merkur. Im Jahr 1679 brannte seine Sternwarte ab.

Vor 360 Jahren:
Am 12. Januar 1651 starb der friesische Astronom Joahnn Phocylides Holwarda in Franeker. Holwarda war Professor der Logik und Philosophie an der Universität zu Franeker. Er entdeckte erneut die Helligkeitsveränderung des Sterns Mira im Walfisch, die zuerst von David Fabricius bemerkt wurde und bestimmte die Periodizität dieses Lichtwechels.

Vor 210 Jahren:
Am 1. Januar 1801 wurde vom italienischen Astronomen Giuseppe Piazzi ein Objekt im Sternbild Stier entdeckt, das er zunächst für einen schweiflosen Kometen hielt, da sich das Objekt von einer Nacht zur anderen am Himmel bewegte. Als Piazzi dann genügend Beobachtungen sammelte, damit die Bahn berechnet werden konnte ergab sich, dass dieses Objekt kein Komet war sondern ein Planet im Abstand von 2,77 AE. Piazzi glaubte, einen schon länger vermuteten Planeten in der großen Lücke zwischen Mars und Jupiter gefunden zu haben. Er nannte den Planeten Ceres, nach der Schützgöttin Siziliens. Ceres stellte sich aber als kleiner Himmelskörper heraus, der mit einem Durchmesser von rund 930 km kaum die Bezeichnung Planet verdiente. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden weitere Objekte in dieser Zone, die heute Asteroidengürtel genannt wird, gefunden. Alle Objekte in dieser Zone werden jetzt Asteroiden und Kleinplaneten genannt, bis auf eine Ausnahme; Ceres, die jetzt nach einer im Jahr 2006 beschlossenen Definition zur neugeschaffenen Gruppe der Zwergplaneten gehört. Ceres ist ein Zwergplanet.

Vor 170 Jahren:
Am 27. Januar 1841 starb in Palermo der italienische Astronom Niccolo Cacciatore. Er war zunächst Gehilfe von Piazzi an der Sternwarte Palermo und wurde später dessen Nachfolger. Er führte vor allem Beobachtungen an Kometen durch.

Vor 160 Jahren:
Am 14. Januar 1851 wurde in Frankfurt/Main Ernst Hartwig geboren. Der deutsche Astronom war Direktor der Remeis-Sternwarte in Bamberg und befasste sich vor allem mit dem Studium Veränderlicher. Von 1918 bis 1922 gab er drei Bände der "Geschichte und Literatur der veränderlichen Sterne" heraus.
Am 19. Januar 1851 wurde in Barneveld Jacobus Cornelius Kapteyn geboren. Der holländische Astronom war Professor in Göttingen. Unter Verwendung der photographischen Aufnahmen von Gill erstellte er einen Katalog der südlichen Hemisphäre, der 454 000 Sterne verzeichnete. Weitere Tätigkeitsbereiche waren die Stellastatistik und der Aufbau unserer Galaxis.

Vor 90 Jahren:
Am 16. Januar 1921 starb in Stockholm der schwedische Astronom Magnus Nyrén. Neben seinem Berufskollegen Küstner entdeckte er die Polhöhenschwankungen. Ferner verbesserte er die Konstanten für die Aberration, Präzession und Nutation. Dies war eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung des Fundamentalkatalogs der Sternwarte Pulkovo.
Am 18. Januar 1921 starb in Bornim bei Potsdam Wilhelm Foerster. Foerster war von 1865 bis 1904 Direktor der Berliner Sternwarte. Er gründete das Astronomische Recheninstitut, war an der Begründung der Astronomischen Gesellschaft beteiligt und leitete den Bau des neuen astrophysikalischen Instituts in Potsdam. Seine besonderen Verdienste erwarb er sich auf geodätischem Gebiet sowie bei der Entwicklung der Normal-Eichungskommission.

Vor 70 Jahren:
Am 4. Januar 1941 starb in Grünwald bei München Johann Philipp Heinrich Fauth. Der deutsche Astronom besaß zuerst in Landstuhl/Pfalz und später in Grünwald eine Privat-Sternwarte, auf der er eingehende Mond- und Planetenbeobachtungen durchführte. Er erstellte eine präzise Mondkarte im Maßstab von 1:1 000 000.

Vor 30 Jahren:
Am 6. Januar 1981 starb in La Jolla Harold Clayton Urey. Urey war Chemiker und beschäftigte sich vor allem mit den verschiedenen Isotopen der Elemente. Er entdeckt dabei 1931 auch den schweren Wasserstoff und erhielt 1934 den Nobelpreis für Chemie. Bald gelang es ihm auch größere Mengen schweren Wasserstoffs herzustellen.

Vor 25 Jahren:
Am 28. Januar 1986 explodierte beim Start das amerikanische Space Stuttle Challenger. Bei dieser Explosion kamen die Astronauten Francis Scobee, Michael Smith, Christa McAuliffe, Gregory Jarvis, Ronald McNair, Ellison Onizuka und Judith Resnik ums Leben. Mit ihren Namen wurden in obiger Reihenfolge die Kleinplaneten 3350 bis 3356 benannt.

Februar:

Vor 110 Jahren:
Am 26. Februar 1901 wurde in Kampen der holländische Astronom Van de Kamp geboren. Van de Kamp ging von Utrecht aus 1923 an die Universität von Kalifornien. Im Jahr 1937 wurde er Direktor des Sproul-Observatoriums am Swarthmor College bei Philadelphia. Er beschäftigte sich mit den Parallaxen der Sterne sowie der Ermittlung unsichtbarer Begleiter von Sternen.

Vor 105 Jahren:
Am 22. Februar 1906 wurde von Max Wolf in Heidelberg der Trojaner,588 Achilles, entdeckt. Er bewegt sich im Lagrangepunkt L4 , also 60° vor Jupiter, um die Sonne. Namensgeber für diesen ersten Trojaner war der österreichische Astronom Johann Palisa, ein Freund von Max Wolf.
Am 27. Februar 1906 starb in Aiken/Südkarolina Samuel Pierpont Langley. Ohne je eine Schule besucht zu haben wurde er 1865 Assisent am Harvard College Observatory, 1866 Professor der Astronomie und Physik sowie Leiter der Allegheny-Sternwarte und ab 1887 Direktor des Smithonian Instituts in Washington. Dabei gründete er auch das „Smithonian Astrophysical Observatory“. 1881 konstruierte er ein Bolometer mit dem noch Temperatur-Unterschiede von 1/100 000° C bestimmt werden konnten. Dabei ermittelte er die Sonnenstrahlung und bestimmte die Solarkonstante und die Oberflächentemperatur von der Sonne. Nach ihm wurde auch die frühere Einheit für die Sonnenstrahlungsintensität 1 Langley (1 ly) festgelegt. Sie entspricht der Strahlungsintensität von 1cal/cm2 oder 4,1868 J/cm2.

Vor 55 Jahren:
Am 6. Februar 1956 starb in Washington der in Paris geborene Astronom Henri Chrétien. Chrétien konstruiert verschiedene Typen von Spiegelteleskopen und war der Erfinder des Cinemaskop-Film-Verfahrens.

Vor 25 Jahren:
Am 19. Februar 1986 startete die russische Raumstation Mir. Mir umkreiste die Erde in 350 km Höhe. Sie bestand - bei einer Gesamtlänge von 17 Metern - aus drei Modulen von 2 bis 4 Metern Durchmesser. In der Mir wurden mehrere historische Langzeitflüge von Kosmonauten und Astronauten erzielt. Als wiederholt technische Mängel auftraten, musste die Mir aufgegeben werden. Sie wurde am 23. Määrz 2001 gezielt zum Absturz gebracht. Mir bildete einen wichtigen Vorläufer für den Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS).

Vor 15 Jahren:
Am 17. Februar 1996 startete die amerikanische Raumsonde NEAR-Shoemaker. Die Raumsonde erforschte den Kleinplaneten Mathilde und flog weiter zum Kleinplaneten Eros, den sie fast ein Jahr lang - von 14. Februar 2000 bis 12. Februar 2001 - umkreiste und schließlich auf ihm landete. Erstmals konnte ein Kleinkörper über einen längeren Zeitraum aus der Nähe erforscht werden.

März:

Vor 230 Jahren:
Am 13. März 1781 wurde von Wilhelm Herschel der 7. Planet des Sonnensystems entdeckt. Er bekam den Namen Uranus. Es ist dies der erste Planet der nach der Erfindung des Fernrohrs mit optischen Mitteln aufgefunden wurde.
Am 13. März 1781 wurde Joseph Johann Edler von Littrow in Teinitz/Böhmen geboren. Der böhmische Astronom war Professor der Astronomie in Krakau, und Kasan und wurde 1816 Vizedirektor der Sternwarte Budapest. Im Jahr 1819 wurde er Direktor der Sternwarte Wien. 1837 wurde er für seine Verdienste in den Adelsstand erhoben. Littrow wurde durch seine populären Darstellungen der Astronomie berühmt, insbesondere seine "Wunder des Himmels" die in vielen teilweise neubearbeiteten Auflagen sogar noch in den letzten Jahren erschienen sind.

Vor 200 Jahren:
Am 11. März 1811 wurde in St. Lö/La Manche Urbain-Jean-Josph Leverrier geboren. Seinen Ruhm begründete Leverrier durch die Berechnung des Planeten Neptun aus Bahnstörungen in der Uranusbewegung. Diese Untersuchungen führte er 1845 durch und legte sie der Pariser Akademie am 31.August.1846 vor. Aufgrund seiner Berechnungen konnte Johann Gottfried Galle in Berlin den Planeten finden.

Vor 165 Jahren:
Am 17. März 1846 starb in Königsberg Friedrich Wilhelm Bessel. Bessel zählt zu den bedeutendsten praktischen Astronomen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1810 wurde er Direktor der Sternwarte Königsberg und Professor für Astronomie an der dortigen Universität. Ihm ist zu verdanken, dass Königsberg in den folgenden Jahrzehnten eine der wichtigsten astronomischen Schulen Europas wurde. Am bekanntesten wurde Bessel durch die erste genauere Messung einer Fixstern-Parallaxe (bei 61 Cygni) in den Jahren 1838/39 mit Hilfe eines von Fraunhofer gebauten Heliometers.

Vor 90 Jahren:
Am 11. März 1921 starb in Chikago Sherburne Wesley Burnham. Burnham beschäftigte sich als Autodidakt mit Astronomie. Mit einem sechszölligen Refraktor beobachtete er ab 1869 vor allem zahlreiche Doppelsterne. 1888 wurde er am Lick-Observatorium als Astronom angestellt und später am Yerkes-Observatorium. 1906 gab er in zwei Bänden einen General-Katalog von Doppelsternen heraus.
Vor 60 Jahren:
Am 7. März 1951 starb in Chikago William Draper Harkins. Der amerik. Chemiker befasste sich mit der Kernchemie und trug durch seine Untersuchungen viel zum Verständnis der Kernumwandlungen in den Sternen und damit zur Energieerzeugung der Sterne bei.

Vor 25 Jahren:
Am 14. März 1986 flog die europäische Raumsonde Giotto in nur 596 km Abstand am Halleyschen Kometen vorbei. Die Raumsonde führte 10 Experimente durch, Dazu dienten unter anderem eine Kamera, Detektoren zur Messung der Treffer durch Staubteilchen und Instrumente zur Untersuchung der Wechselwirkungen mit dem Sonnenwind. Trotz einiger Beschädigungen konnte die Sonde wieder soweit hergerichtet werden, dass sie auch dem Kometen Grigg-Skjellerup im Abstand von 200 km passierte und auch diesen untersuchte.

Vor 15 Jahren:
Am 25. 3. 1996 flog der helle Komet Hyakutake im Abstand von 15 Mio km an der Erde vorbei. Das Perihel durchlief er mit 34 Mio km Abstand am 1. Mai 1996. Die Umlaufzeit dieses Kometen beträgt etwa 14 000 Jahre.

Zurück zum Seitenanfang

April:

Vor 550 Jahren:
Am 8. April 1461 starb in Wien Georg von Peuerbach. Peuerbach wurde nach längeren Reisen durch Italien Professor der Mathematik in Wien. Seine hauptsächlichsten Arbeiten auf astronomischem Gebiet betrafen eine Verbesserung der Planetentafeln sowie Arbeiten über Finsternisse, astronomische Instrumente und ein Studium des Originaltextes des Almagest.

Vor 170 Jahren:
Am 3. April 1841 wurde in Leipzig Carl Hermann Vogel geboren. Der deutsche Astronom war zunächst Assistent in Leipzig und ab 1870 Direktor der Sternwarte des Kammerherren von Bülow zu Bothkamp/Holstein. 1874 kam er an das astrophysikalische Observatorium in Potsdam und wurde 1882 dessen Direktor. Er beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Stellarastronomie und der Spektroskopie der Sterne und zählt neben Sir W. Huggins als einer der Pioniere auf diesem Gebiet.

Vor 120 Jahren:
Am 22. April 1891 wurde in Birtly/Durham Harold Jeffreys geboren. Jeffreys arbeitete mit J.J. Jeans zusammen und unterstützte dessen Auffassung von der Entstehung der Planeten. Das Alter der Erde bestimmte er auf einige Milliarden Jahre und kam damit erstmals den tatsächlichen Verhältnissen außerordentlich nahe, nachdem noch um 1900 das Alter der Erde nur auf 50 bis 100 Mio Jahre beziffert wurde.

Vor 70 Jahren:
Am 13. April 1941 starb in Cambridge/Mass Anny Jump Cannon. Die amerikanische Astronomin war am Harvard Observatorium tätig und hat sich vor allem mit der Klassifikation von Sternen-Spektren beschäftigt. Cannon ist auch hauptsächlich der Henry-Draper-Katalog zu verdanken, der rund 225 000 Sternen enthält. Ihre Arbeit an den Spektren gilt als die größte Einzelleistung in der Geschichte der Astronomie. Von Anny Jump Cannon stammt auch die ursprüngliche Spektralsequenz "O-B-A-F-G-K-M", welche noch heute die Grundlage für Spektraluntersuchungen bildet.

Vor 50 Jahren:
Am 27. April 1961 startete von Cape Canaveral der Satellit Explorer 11. Der 37 kg schwere Satellit umkreiste die Erde auf einer elliptischen Bahn zwischen 487 km und 1 779 km Höhe. Explorer 11 war der erste Astronomiesatellit der Explorer-Reihe zur Erforschung der Gammastrahlung. Seine astronomischen Messungen führten zu verstärkten Zweifeln an der Theorie des stationären Universums.

Vor 20 Jahren:
Am 5. April 1991 startete mit der Raumfähre Atlantis das Gamma Ray Observatory. Der 15,8 Tonnen schwere amerikanische Satellit hatte vier Instrumente an Bord, welche eine vollständige Registrierung des Himmels zwischen 20 KeV und 30 GeV ermöglichte.

Mai:

Vor 130 Jahren:
Am 18. Mai 1881 wurde von Johann Palisa der 220. Kleinplanet entdeckt. Dieser Kleinplanet wurde nach Stephanie Clothilde von Belgien anlässlich ihrer Heirat mit Kronprinz Rudolf von Habsburg benannt. Es war der erste Kleinplanet der auf der neuerbauten Sternwarte in Wien aufgefunden worden ist.

Vor 90 Jahren:
Am 31. Mai 1921 wurde in Moskau Andrej Dmitrijewitsch Sacharow geboren. Der russische Physiker, der in der früheren UDSSR auch als Bürgerrechtler bekannt wurde, war an der Entwicklung der sowjetischen Wasserstoffbombe beteiligt. Wichtige Arbeiten betrafen auch die Kosmologie und dabei u. a die Entstehung der Materie. Sacharow erhielt 1975 den Friedens-Nobelpreis.

Vor 85 Jahren:
Am 24. Mai 1926 wurde in Bärringen Rudolf Kippenhahn geboren. Der deutsche Astrophysiker war von 1965 bis 1975 Professor an der Universität Göttingen und von 1975 bis 1991 Direktor des Instituts für Physik und Astrophysik in Garching/München. Sein Hauptforschungsgebiet war die Theorie der Sternentwicklung. Kippenhahn publizierte mehrere bekannte Sachbücher.

Vor 80 Jahren:
Am 9. Mai 1931 starb in Streino bei Posen Albert Abraham Michelson. Der deutsch-amerikanische Physiker war vor allem Professor in Chikago. Er bestimmte die Lichtgeschwindigkeit und konnte 1881 nachweisen, dass die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Erdbewegung ist. Ferner befasste er sich mit Interferenzerscheinungen des Lichts. 1907 erhielt er den Nobelpreis für Physik.

Vor 40 Jahren:
Am 30. Mai 1971 startete die Raumsonde Mariner 9 und erreichte am 13.11.1971 Mars. Mariner 9 war die erste Raumsonde der es gelang, in eine Umlaufbahn um einen anderen Planeten einzuschwenken. Mariner 9 erreichte Mars während eines dort tobenden Staubsturms. Später lieferte sie über 7000 hochwertige Aufnahmen von der Marsoberfläche und den beiden Mars- Monden Phobos und Deimos. Am 27. Oktober 1972 riss die Verbindung zur Raumsonde ab.

Vor 35 Jahren:
Am 4. Mai 1976 startete der Satellit LAGEOS (Laser Geodynamics Satellite). Es war der erste von der NASA gestartete geodätische Satellit der mit einem Laser ausgestattet war.

Juni:

Vor 340 Jahren:
Am 25. Juni 1671 starb in Bologna Ciovanni Battista Riccioli. Der italienische Astronom war Jesuit und Lehrer am Ordenskollegium von Bologna. Er erstellte zusammen mit Grimaldi eine Mondkarte. Die heute noch benutzten Bezeichnungen für die wichtigsten Oberflächengebilde des Mondes gehen im wesentlichen auf ihn zurück. 1651 erschienen von Riccioli die beiden Bände seines Werkes "Almagestum Novom".

Vor 150 Jahren:
1861 wurde der Komet 1861 II Tebbutts v. australischen Astronomen John Tebbutt entdeckt. Dieser Komet wurde heller als die Venus und entwickelte einen Schweif von 30° Länge. Am 30. Juni 1861 wanderte die Erde durch den Schweif des Kometen.

Vor 120 Jahren:
Am 23. Juni 1891 starb in Madras Norman Robert Pogson. Der englische Astronom war ab 1859 Direktor des Hartwell Observatoriums und ging 1860 als astronomischer Beobachter nach Madras. Er entdeckte zwischen 1856 und 1868 insgesamt sieben Kleinplaneten. Und er gab der Helligkeitsskala der Sterne eine mathematisch-physikalische Grundlage.

Vor 110 Jahren:
Am 23. Juni 1901 wurde in Opladen Otto Hermann Leopold Heckmann geboren. Der deutsche Astronom war ab 1941 Direktor der Sternwarte Hamburg-Bergedorf. Darüber hinaus war Heckmann maßgebend an der Gründung der ESO beteiligt, deren erster Direktor er von 1962 bis 1973 war. Seine Hauptarbeitsgebiete betrafen die Kosmologie, die Stellarstatistik und die Photometrie.

Vor 80 Jahren:
Am 9. Juni 1931 starb in Radstock/Somerset der englische Astronom Frederick Denning. Denning entdeckte mehrere Kometen und Novae. Ferner beschäftigte er sich mit der Statistik der Meteore.

Vor 60 Jahren:
Am 21. Juni 1951 starb bei Gordoba in Argentinien Charles Dillon Perrine. Der amerikanische Astronom arbeitete vor allem am Lick-und am Cordoba-Observatorium und entdeckte die Jupitersatelliten Himalia und Elara.

Vor 40 Jahren:
Am 15. Juni 1971 startete der Satellit Big Bird. Mit einer Masse von 13,3 t war er einer der ersten einer Reihe von Großsatelliten, die aus ihrer Umlaufbahn einen Wiedereintrittsbehälter mit belichtetem Film abwerfen konnten. Die mittlere Lebensdauer dieser Satelliten betrug etwa sechs Monate.

Zurück zum Seitenanfang

Juli:

Vor 175 Jahren:
Am 23. Juli 1836 starb in Paris Jean Felix Adolph Gambart. Gambart entdeckte in den Jahren 1822 bis 1834 13 Kometen, davon allerdings nur vier unabhängig. Von 1822 an war er Direktor der Sternwarte Marseille.

Vor 170 Jahren:
Am 15. Juli 1841 starb in Estagel/Perpignan Felix Savary. Der französische Astronom war Professor in Paris und beschäftigte sich vor allem mit der Bahnbestimmung von Doppelsternen.

Vor 130 Jahren:
Am 25. Juli 1881 starb in Leipzig Carl Christian Bruhns. Bruhns war Professor und Beobachtungsdirektor in Leipzig. Er entdeckte 6 Kometen und verbesserte die Bahnbestimmungen verschiedener Himmelsobjekte. Ferner gab er 1872 einen Atlas der Astronomie heraus und ein dreibändiges Werk über Alexander von Humboldt.

Vor 110 Jahren:
Am 1. Juli 1901 starb in Göttingen der deutsche Astronom Wilhelm Schur. Er war Direktor des Observatoriums in Göttingen. 1891 erschien sein "Göttinger Sternkatalog für 1860". Ferner bestimmte er aus Beobachtungen die er mit dem Heliometer durchführte, den Durchmesser und die Masse Jupiters.

Vor 105 Jahren:
Am 2. Juli 1906 wurde Hans Albrecht Bethe in Straßburg geboren. Bethe war ein sehr bekannter Physiker. Neben wichtigen Beiträgen zur gesamten Kernphysik beschäftigte er sich bereits 1938 unabhängig von Carl Friedrich von Weizsäcker mit den in den Sternen und der Sonne ablaufenden Kernreaktionen, die auch die Energieerzeugung der Sterne erklären. Nach diesen beiden Physikern wird auch der sog. Kohlenstoff-Stickstoff-Zyklus als Bethe-Weizsäcker-Zyklus bezeichnet. Bethe erhielt 1961 den Fermi-Preis und 1967 den Nobelpreis für Physik.

Vor 95 Jahren:
Am 1. Juli 1916 wurde in Glukhov/Ukraine Josif Samuelowitsch Shklovsky geboren. Der russische Astrophysiker war ab 1938 Professor in Moskau. Seine Hauptarbeitsgebiete waren die Radio- und Röntgenastronomie sowie Supernovae. Als erster deutete er die Strahlung des Crab-Nebels als eine Synchrotronstrahlung.

Vor 40 Jahren:
Am 25. Juli 1971 startete Apollo 15 vom Kennedy Space Center in Florida. An Bord waren die Astronauten Scott, Worden und Irwin. Die Landung mit Scott und Irwin erfolgte nach mehr als 12-stündigem Flug nahe der Hadley-Rille und dem Gebirgszug der Apenninen. Hier wurde erstmals im Rahmen des Apolloprogramms ein Mondauto (Moonrover) eingesetzt, mit dem 28 km zurückgelegt wurden. Im Mutterschiff verblieb Worden.

August:

Vor 120 Jahren:
Am 19. August 1891 wurde in Dodge Center/Minnesota Milton La Salle Humason geboren. Der amerikanische Astronom war anfangs als Lieferant und Pförtner am Mt. Wilson-Observatorium tätig. Erst allmählich wurde er auch an den Arbeiten des Observatoriums beschäftigt und machte vor allem Photographien weit entfernter Galaxien und deren Spektren. Humason arbeitete eng mit Edwin Hubble zusammen.

Vor 30 Jahren:
Am 10. August 1981 wurde Himawari 2 vom Raumfahrtzentrum Tanegashima gestartet. Himawari 2 war der zweite geostationäre Meteorologie-Satellit (GMS) Japans. Der Wettersatellit wurde als erster von japanischem Gebiet aus mit einer japanischen Trägerrakete gestartet. Himawari 4 folgte am 5. September 1989.

Vor 15 Jahren:
Am 12. August 1906 starb der sowjetische Astronom Viktor Amasaspowitsch Ambarzumjan. Ambarzumjan war Präsident der Akademie der Wissenschaften der Sowjetrepublik Armenien und von 1961 bis 1964 Präsident der Internationalen Astronomischen Union. Er widmete sich zunächst verschiedenen Bereichen der Positionsastronomie, wandte sich aber bald den Fragen der Sternentstehung und Sternentwicklung zu. Im Jahr 1947 entdeckte er die sogenannten Assoziationen von Sternen. Im Jahr 1955 stellte Ambarzumjan seine Theorie von Explosionen in den Kernen von Galaxien vor, eine Annahme, die durch die Entdeckung der Radiogalaxien, der aktiven Galaxien und der Quasare bestätigt wurde.

Vor 5 Jahren:
Am 24. August 2006 wurde auf der 26. Generalversammlung der IAU in Prag eine Definition für Planeten bzw. Zwergplaneten verabschiedet, da die Entdeckung von größeren Transneptun-Objekten eine Neufassung des Planetenbegriffs notwendig machte.
Ein Himmelskörper gilt dann als Zwergplanet, wenn er:
  • auf einer Bahn um die Sonne kreist,
  • über eine ausreichende Schwerkraft verfügt, um eine hydrostatische Gleichgewichtsform (annähernd kugelförmig) anzunehmen,
  • den Bereich um seine Bahn nicht bereinigt hat (im Gegensatz zu Planeten),
  • kein Mond ist.
Pluto verlor damit seinen Status als Planet, da er die dritte Bedingung nicht im Sinne eines Planeten erfüllt. Im September 2006 wurde Pluto eine laufende Nummer zugewiesen, wie sie die Kleinplaneten unseres Sonnensystems innehaben, für welche gesicherte Bahndaten vorliegen. Seine offizielle Bezeichnung lautet nun (134340) Pluto.

September:

Vor 240 Jahren:
Am 23. September 1771 wurde Johann Georg Repsold geboren. Der deutsche Ingenieur, der vor allem in Hamburg lebte und wirkte, hat den Meridiankreis maximiert, indem er zur Ablesung der Teilkreise Mikroskope einführte. Ein solcher "Repsold" Meridiankreis ist heute noch auf der Kuffner-Sternwarte zu besichtigen. Er wurde in den 90ziger Jahren des 20. Jdts vortrefflich restauriert. Er ist bzw. war der größte Meridiankreis der österr. ung. Monarchie.

Vor 220 Jahren:
Am 23. September 1791 wurde in Hamburg Johann Franz Encke geboren. Ab 1822 war Encke Direktor der Sternwarte Seeberg bei Gotha, wo er die Bahn des nach ihm benannten Kometen berechnete. Im Jahr 1825 wurde Encke Direktor der neuen Berliner Sternwarte. Seine Hauptleistungen lagen auf dem Gebiet der Theorie und des astronomischen Rechnens. Zahlreiche bedeutende Astronomen der zweiten Hälfte des 19. Jdts stammen aus seiner Schule.

Vor 180 Jahren:
Im September 1831 starb Johann Heinrich Westphal. Der deutsche Astronom arbeitete vor allem in Italien und übersetzte die Werke von Guiseppe Piazzi ins Deutsche. Sein Tod erfolgte auf freiem Feld in der Nähe von Termini auf Sizilien.

Vor 175 Jahren:
Am 7. September 1836 starb John Pond in London. Pond wurde 1811 Direktor der Sternwarte Greenwich und damit der sechste "Astronomer Royal". 1833 gab Pond einen Katalog mit 1113 Sternen heraus, deren Positionen mit einer damals ungewöhnlichen Genauigkeit angegeben waren. Ebenfalls 1833 richtete Pond das erste offizielle Zeitsignal an der Greenwicher Sternwarte mit Hilfe des sogenannten "Zeitballs" ein. 1820 leitete er die Neugründung des Kap-Observatoriums in Südafrika.

Vor 60 Jahren:
Am 21. September 1951 starb in Bad Gastein Richard Schorr. Schorr war ab 1902 Direktor der Hamburger Sternwarte. In seine Zeit fällt die Verlegung der Sternwarte vom Hafengebiet in das weiter östlich gelegene Bergedorf. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Stellarastronomie. Ein großes Verdienst von Schorr ist die "Entdeckung" von Bernard Schmidt. Er gewann ihn als freien Mitarbeiter. Schmidt erhielt eine eigens für ihn hergerichtete Werkstatt zur Erstellung eine komafreien Spiegelteleskops (Schmidtspiegel).

Vor 50 Jahren:
Am 14. September 1961 starb in Göttingen der deutsche Astronom Paul Bruggencate. Bruggencate wirkte vor allem in Berlin und Göttingen, wo er Direktor der Universitätssternwarte war. Seine wichtigsten Gebiete waren die Spektroskopie, die Erforschung der Sonne und die Entwicklung der Sterne.

Vor 20 Jahren:
Am 13. September 1991 startete mit der Raumfähre Discovery der Satellit UARS. Der Satellit UARS (Upper Atmosphäre Research Satellite) war der erste Teil des NASA-Forschungsprogramms "Mission Erde", mit dem der Zustand der oberen Atmosphärenschichten, insbesondere der Ozonschicht, überwacht werden soll. Umlaufbahn in 575/581 km Höhe. Masse: 6,8 t.

Zurück zum Seitenanfang

Oktober:

Vor 500 Jahren:
Am 22. Oktober 1511 wurde in Saalfeld/Thüringen Erasmus Reinhold geboren. Der deutsche Mathematiker und Astronom war Professor in Wittenberg und einer der ersten Verfechter des kopernikanischen Systems. Er berechnete die Planetenbahnen aufgrund der kopernikanischen Theorie, die er verbesserte. 1551 erschienen diese Tabellen, welche die Genauigkeit der Alphonsinischen Tafeln deutlich übertrafen.

Vor 280 Jahren:
Am 10. Oktober 1731 wurde in Nizza Henry Cavendish geboren. Der bekannte Physiker und Chemiker zählte zu den reichsten Engländern seiner Zeit. Auf astronomischem Gebiet trat er zwar weniger hervor, aber als er den Versuch unternahm die mittlere Erddichte neu zu bestimmen, war er sehr erfolgreich. Er kam dabei mit 5,48 g/cm³ nahe an den heutigen Wert von 5,52 g/cm³ heran.

Vor 210 Jahren:
Am 26. Oktober 1841 wurde in Prag Theodor von Oppolzer geboren. Der österreichische Astronom wirkte vor allem als Professor in Wien. Sein Hauptarbeitsgebiet betraf die Bestimmung von Planeten- und Kometenbahnen. 1870 bis 1800 erschienen die beiden Bände des "Lehrbuchs der Bahnbestimmung der Kometen und Planeten". 1887 erschien sein auch heute noch wichtiger "Canon der Finsternisse", in denen er die Elemente aller Sonnen- und Mondfinsternisse für 1206 v. Chr. Bis 2161 n. Chr. zusammenstellte. Indirekt war Oppolzer auch an der Errichtung der Kuffner-Sternwarte beteiligt, da durch seine Vermittlung Moriz v. Kuffner den Astronomen Norbert Herz kennenlernte. Kuffner wollte sich bei Herz in den mathematischen Wissenschaften ausbilden lassen. Dieser Norbert Herz war persönlich an der Errichtung einer astronomischen Forschungsstätte interessiert, da er an den "Zonenbeobachtungen" für die astronomische Gesellschaft teilnehmen wollte. Er hatte das Konzept für eine Sternwarte ausgearbeitet und es gelang ihm, Moriz v. Kuffner von seinen Plänen zu überzeugen.

Vor 80 Jahren:
Am 11. Oktober 1931 starb in Mauer bei Wien Hanns Hörbiger. Der österreichische Ingenieur entwickelte auf astronomischem Gebiet die Welteislehre, die vor allem in der Zwischenkriegszeit in manchen Kreisen anklang fand. Von wissenschaftlicher Seite her gilt diese Lehre heute als unhaltbar.

Vor 60 Jahren:
Am 29. Oktober 1951 starb in Berkeley der amerikanische Astronom Robert Grant Aitken. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Erforschung der Doppelsterne. 1932 erschien sein "New General Catalogue of Double Stars" mit 17118 Doppelsternen. Von 1930 bis 1935 war Aitken Direktor des Lick-Observatoriums auf dem Mount Hamilton.

Vor 40 Jahren:
Am 28. Oktober 1971 startete von Woomera, Australien, Prospero. Prospero war erster und einziger britischer Satellit der mit einer eigenen Träger-Raketenentwicklung (Trägerrakete: Black Arrow) gestartet wurde. Damit wurde Großbritannien der sechste Staat der Erde, dem die Entwicklung einer eigenen Weltraumrakete gelang.

November:

Vor 210 Jahren:
Am 27. November 1701 wurde in Uppsala Anders Celsius geboren. Der schwedische Astronom wurde 1730 Professor in Uppsala und übernahm 1740 die Leitung der dortigen neuen Sternwarte. Er wurde am bekanntesten durch seinen Vorschlag, den Temperatur- Unterschied zwischen Gefrierpunkt und dem Siedepunkt des Wassers gleichmäßig in 100° einzuteilen.

Vor 145 Jahren:
Am 20. November 1866 wurde in Hull Ernest William Brown geboren. Brown war Professor an der Yale-Universität in New Haven, USA. Er beschäftigte sich vor allem mit der Theorie der Mondbewegung. Seine Mondtafeln (1919) werden noch heute für die Berechnung der Mondbahn herangezogen.

Vor 105 Jahren:
Am 26. November 1896 starb in Cambridge/Mass. Benjamin Gould. Der amerikanische Astronom führte 1866 die erste Längenbestimmung zwischen Amerika und Europa mittels eines transatlantischen Kabels durch. Unter anderem begründete Gould die bekannte Fachzeitschrift "Astronomical Journal".

Vor 95 Jahren:
Am 12. November 1916 starb in Flagstaff/Arizona, Percival Lowell. Der amerikanische Privatastronom und Geschäftsmann begründete 1894 in Flagstaff eine große Privatsternwarte, die im Laufe der folgenden Jahrzehnte ständig erweitert wurde und heute als Lowell-Observatorium bezeichnet wird. Lowell beschäftigte sich vor allem mit der Erforschung der Planeten, vor allem mit Mars, von dessen Bewohnbarkeit er überzeugt war.

Vor 20 Jahren:
Am 5. November 1902 starb in Wassenaa der holländische Astronom Jan Hendrik Oort. Oort studierte an der Universität Groningen und war dort Schüler von J. Kapteyn. Seit 1924 arbeitete er am Observatorium Leiden und wurde 1945 Direktor des dortigen Instituts. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Erforschung unserer Galaxis. Er ermittelte insbesondere auch die Umlaufzeit der Sonne um das Zentrum der Galaxis. 1950 publizierte er eine Theorie über die räumliche Stellung der Kometen. Die Vorstellung einer zirkumpolaren Kometenwolke um unser Sonnensystem geht erstmals auf ihn zurück.

Vor 20 Jahren:
In der Nacht vom 8./9. November wurde in Uccle/Belgien der Komet Arend-Roland entdeckt. Arend-Roland war einer der bemerkenswertesten Kometen des 20. Jahrhunderts. Der Komet erreicht am 8.4.1957 das Perihel seiner Bahn und kam am 20.4.1957 der Erde auf 85 Mio. km nahe. Er erreichte eine Helligkeit von 0 mag und entwickelte Ende April zusätzlich zu dem normalen Schweif einen Gegenschweif. Der Hauptschweif hatte eine Länge von 40°, der Gegenschweif war etwa halb so lang.

Vor 15 Jahren:
Am 7. November 1996 startete die amerikanische Marssonde Mars Global Surveyor. Am 11. 9. 1997 schwenkte die Sonde in eine Umlaufbahn um den Mars ein und erforschte dessen Oberfläche. Die Sonde erstellte eine großräumige Kartierung mit einer Auflösung bis zu 3 m.

Dezember:

Vor 440 Jahren:
Am 27. Dezember 1571 wurde in Weil der Stadt der große Astronom Johannes Kepler geboren. Basierend auf den Beobachtungen von Tycho Brahe verfeinerte Kepler die Theorie des Kopernikus um eine genaue Beschreibung, wie die Planeten um die Sonne laufen. Seine drei Keplergesetze, die er 1609 in seinem Werk Astronomia Nova und 1619 in Harmonices Mundi veröffentlichte, brachten Theorie und Beobachtungen in gute Übereinstimmung und erlaubten eine genau Vorausberechnung der Planetenpositionen.

Vor 380 Jahren:
Am 20. Dezember 1631 starb in Tübingen Michael Mästlin. Der deutsche Astronom war Professor in Heidelberg und später in Tübingen. Dort wurde er Lehrer von Johannes Kepler und setzte sich im kleineren Kreis für Kopernikus ein.

Vor 185 Jahren:
Am 16. Dezember 1826 wurde in Pisa Giovanni Battista Donati geboren. Donati wurde 1864 Direktor der Sternwarte Florenz, deren Bau er selbst anregte. Am bekanntesten wurde er durch seine Forschungen an den Kometen, von denen einer nach ihm benannt wurde. 1864 stellte er durch Untersuchungen des Spektrums der Kometen fest, dass sonnenferne Kometen nur noch im reflektierten Sonnenlicht zu sehen sind.

Vor 120 Jahren:
Am 12. Dezember 1891 wurde in Springfield/Illinois Seth Barns Nichelson geboren.Der amerikanische Astronom war am Mt. Wilson- und am Mt. Palomar-Observatorium tätig. Er beschäftigte sich vor allem mit den Oberflächentemperaturen verschiedener Himmelskörper und entdeckte vier neue Jupiter-Satelliten.

Vor 100 Jahren:
Am 22. Dezember 1911 wurde in Wheaton/Illinois Grote Reber geboren. Reber war Funktechniker und errichtete zu privaten Studien 1937 ein Radioteleskop mit einem Durchmesser von 9,5 Metern. Ab 1938 erforschte er die Radiostrahlung der Galaxis. Ferner konnte er als erster einzelne Radioquellen am Himmel entdecken.

Vor 90 Jahren:
Am 12. Dezember 1921 starb in Cambridge/Mass Swan Henrietta Leavitt. Die amerikanische Astronomin wurde 1902 Assistentin am Observatorium des Harvard College. Später übernahm sie dort die Leitung der Abteilung für photographische Photometrie. In Arequipa in Peru beobachtete sie in der Außenstelle des Harvard-Colleges die beiden Magellanischen Wolken. Im wesentlichen war sie mit der Beobachtung Veränderlicher, besonders der Cepheiden beschäftigt. Sie entdeckte 1912 die Perioden-Helligkeits-Beziehung.

Vor 15 Jahren:
Am 4. Dezember 1996 startete die amerikanische Sonde Mars Pathfinder. Mars Pathfinder landete am 4.7.1997 in Ares Vallis. Die Sonde setzte den sechsrädrigen Mini-Rover Sojourner zur Untersuchung der Gesteine in der Umgebung frei. Die Übertragungen endeten am 7. 10. 1997.

Vor 100 Jahren:
Am 7. Dezember 1912 starb in Cambridge George Howard Darwin. Der zweite Sohn des berühmten englischen Naturforschers und Zoologen Charles Darwin war ab 1883 Professor für Astronomie in Cambridge. Er beschäftigte sich vor allem mit dem Problem der Gezeiten und stellte die Theorie auf, dass der Mond früher von der Erde hinaus geschleudert worden sein soll. Während diese Theorie heute umstritten ist, haben die Arbeiten Darwins über das Erde-Mond-System trotzdem insofern noch Gültigkeit, als der Mond früher tatsächlich der Erde bedeutend näher war als heute.

Vor 40 Jahren:
Am 7. Dezember 1972 startet vom Kennedy Space Center, Florida, Apollo 17. Die Besatzung war Eugene A. Cernan, Ronald E. Evans und Harrison H. Schmitt. Es war die letzte Mondlandung im Tarus-Littrow-Gebiet. Evans blieb in der Umlaufbahn, während Cernan und der Geologe Schmitt mit dem Mondauto den Mond erkundeten. Bei ihren drei Ausstiegen stellten sie mit insgesamt 22,1 Stunden Tätigkeit auf der Mondoberfläche einen Rekord auf. Ebenfalls ein Rekord war die zurückgebrachte Menge von 115 kg Mondgestein.

Zurück zum Seitenanfang





Verein Kuffner Sternwarte