Kleiner astronomischer Rückblick!
        2010


        Zusammengestellt von Susanne Plank


         

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        • Februar
        • März

         

        Jänner:

        Vor 230 Jahren:

        Am 26. Januar 1780 wurde Niccolo Cacciatore in Girgenti geboren. Der itatliensiche Astronom, der dem Orden der Minoriten angehörte, war zunächst Gehilfe von Piazzi an der Sternwarte von Palermo und wurde später sein Nachfolger. Er führte vor allem Beobachtungen an Kometen durch.

        Vor 180 Jahren:
        Am 22. Januar 1830 wurde in Plön Carl Christian Bruhns geboren. Er war Professor und Beobachtungsdirektor in Leipzig, entdeckte 6 Kometen und verbesserte die Bahnbestimmungen verschiedener Himmelsobjekte. Ferner gab er einen Atlas der Astronomie (1872) und ein dreibändiges Werk über Alexander von Humboldt heraus.

        Vor 170 Jahren:
        Am 23. Januar 1840 wurde in Eisenach Ernst Abbe geboren. Er war Physiker und Astronom in Jena und übernahm 1878 das Direktorat der dortigen Sternwarte. Er war lange Zeit Mitinhaber der Firma Zeiss und später ihr alleiniger Leiter. Er entwickelt und verbesserte zahlreiche optische Geräte, darunter auch Fernrohre. Er war massgebend an der Verbesserung von Glassorten zur Herstellung von Fernrohrlinsen beteiligt.
        Am 31. Januar 1840 starb in München Joseph Utzschneider. Der bayrische Optiker gründete zusammen mit Reichenbach und Liebherr ein mechanisches Institut, das sich ab 1809 unter Beteiligung von Fraunhofer zu dem später weltbekannten optischen Institut entwickelte. Zwischen 1818 und 1821 war er Bürgemeister in München.

        Vor 130 Jahren:
        Am 21. Januar 1880 wurde in Gent/Belgien George Van Biesbroeck geboren. Er war vor allem am Yerkes-Observatorium tätig. Er entdeckte drei Kometen und zahlreiche Doppelsterne. Sein Hauptarbeitsgebiet war aber die Stellarastronomie, die sich mit Sternen der Galaxis und anderen Galaxien beschäftigt.

        Vor 80 Jahren:
        Am 20. Januar 1930 wurde in Montclair, New Jersey/USA Edwin Aldrin geboren. Aldrin war Pilot bei der US Air Force und wurde von der NASA als Astronaut ausgebildet. Von 11.- 15. 11. 1969 nahm er als Kommandant der Mondlandefähre an dem Flug von Apollo11 teil und bestieg nach dem Astronauten Armstrong als zweiter Mensch die Mondoberfläche.
        Am 8. Januar 1930 wurde von Karl Reinmuth in Heidelberg (1152) Pawona entdeckt. Der Name für diesen Kleinplaneten ist eine Kombination der Namen von J. Palisa und M. Wolf als Erinnerung an die beiden bedeutenden Kleinplaneten-Entdecker. Der Kleinplanet 1925 SF war der letzte von den 125 von Johann Palisa entdeckten Kleinplaneten. Wegen der Unsicherheit der Bahn ist er damals unnumeriert geblieben. B. Asplind hat die Identität dieses Objekts mit 1926 AK gefunden und später auch die Identität mit 1152 (1930 AD) festgestellt.

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        Februar:

        Vor 410 Jahren:

        Am 17. Februar 1600 starb in Rom Giordano Bruno. Der italienische Philosoph setzte sich auf astronomischem Gebiet für das copernikanische System, aber auch für die Idee des unendlichen Weltalls ein. Er wurde 1592 verhaftet und der Inquisition ausgeliefert. Nach sieben Jahren Kerkerhaft schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

        Vor 360 Jahren:
        Am 11. Februar 1650 starb in Stockholm René Descartes. Der franz. Philosoph und Mathematiker beschäftigte sich auch mit verschiedenen astronomischen Problemen. Obwohl er als Zögling der Jesuiten neuen Ideen gegenüber vorsichtig war und er die Schwierigkeiten Galileis mit der römischen Inquisition kannte, gilt er doch als einer der wesentlichen Köpfe der beginnenden modernen Wissenschaft.

        Vor 160 Jahren:
        Am 26. Februar 1850 wurde Karl Friedrich Ginzel in Reichenberg/Böhmen geboren. Der österr. Astronom beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Chronologie und gab 1906 bis 1914 ein in drei Bänden erschienenes "Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie" heraus.

        Vor 130 Jahren:
        Entdeckte der österr. Astronom Johann Palisa in Pola zwei Kleinplaneten. Am 6. Februar 1880 den 140 km großen Hauptgürtelasteroiden (212) Medea. Am 29. Februar 1880 den nur 26,5 km großen Hauptgürtelasteroiden (214) Aschera.

        Vor 60 Jahren:
        Am 14. Februar 1950 starb in Red Bank/New Jersey, USA Karl Guthe Jansky. Jansky war Hochfrequenztechniker und entdeckte 1931 bei der Untersuchung atmosphärischer Funkstörungen erstmals eine kosmische Radiostrahlung, die aus der Milchstraße stammte. Da er seine Entdeckung nur in elektrotechnischen Zeitschriften veröffentlichte, wurde sie von den Astronomen zunächst kaum beachtet. Erst nach dem 2. Weltkrieg, in dem die Entwicklung der Radio- und Radartechnik intensiv vorangetrieben wurde, stieß man wieder auf die Beobachtungen Janskys.
        Am 17. Februar 1950 wurde ein Kleinplanet entdeckt der die prov. Bezeichnung 1950 DL. Der von Karl Reinmuth in Heidelberg entdeckte Kleinplanet wurde zu Ehren von Anneliese Schnell von der Universitäts-Sternwarte in Wien im November 1991 auf den Namen (2572) "Annschnell" getauft. Anneliese Schnell wurde durch ihre Arbeiten an Veränderlichen Sternen und an der Erforschung der Kleinplaneten bekannt. Sie war die erste Frau im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft seit deren Gründung im Jahr 1863.
        Am gleichen Tag wurde ein weiterer Kleinplanet von Karl Reinmuth entdeckt, der auf den Namen (3440) Stampfer getauft wurde zu Ehren des Osttirolers Simon Stampfer, der zum Mitbegründer der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien wurde. Ferner hat er als erster Astronom 1851 auf photometrischer Basis die Durchmesser von Kleinplaneten bestimmt.

        Vor 40 Jahren:
        Am 21. Februar 1970 startete der erste japanische Erdsatellit mit Namen Ohsumi. Mit dem Start des Satelliten vom Raumfahrtzentrum Kagoshima wurde Japan die vierte Raumfahrtnation der Welt.

         

        März:

        Vor 170 Jahren:

        Am 2. März 1840 starb Heinrich Wilhelm Matthias Olbers in Bremen. Der deutsche Arzt und Astronom hatte im Obergeschoss seines Hauses in welchem er die Arztpraxis betrieb, kleinere Fernrohre zur Beobachtung aufgestellt. Berühmt wurde Olbers durch die Entdeckung der Kleinplaneten Pallas (1802) und Vesta (1807). Ferner entdeckte er 5 Kometen, von denen einer seinen Namen erhielt.

        Vor 160 Jahren:
        Am 27. März 1850 starb in Berlin Wilhelm Beer. Beer arbeitete zusammen mit Johann Heinrich Mädler über viele Jahre vor allem an einer Mondkarte, die über längere Zeit eine der besten topographischen Karten unseres Mondes bleiben sollte (Mappa Selenographica, 1834) und einen Durchmesser von 1 m hatte. Ferner bestimmte er die Höhe von etwa 1000 Mondbergen. Einer seiner Brüder war der bekannte Komponist Giacomo Meyerbeer.

        Vor 130 Jahren:
        Am 18. März 1880 wurde in Hardheim/Odenwald Walter Hohmann geboren. Hohmann war Ingenieur und beschäftigte sich nebenberuflich seit 1914 mit Fragen der Raumfahrt. 1925 erschien sein Buch "Die Erreichbarkeit der Himmelskörper" in dem er die Flugbahnen interplanetarer Raumfahrzeuge mathematisch schilderte. (Hohmann-Bahnen) Auch die Idee mit Hilfe eines "Beibootes" auf anderen Himmelskörpern zu landen wurde erstmals von ihm vorgeschlagen und im Rahmen des Apollo-Projektes in die Wirklichkeit umgesetzt.

        Vor 120 Jahren:
        Am 20.März 1890 wurde von Johann Palisa ein 33 km großer Hauptgürtelasteroid entdeckt. Der an der Wiener Universitätssternwarte entdeckte Asteroid wurde (290) Bruna getauft, nach der Heimatstadt von Hofrat August Biela, der ein großer Freund der Astronomie war und eine schöne Privatsternwarte in Wien besaß.

        Vor 90 Jahren:
        Am 23. März 1920 wurde von Johann Palisa ein 65 km großer Hauptgürtelasteroid entdeckt. In dankbarer Erinnerung für seine Hilfe und Unterstützung nach dem 1. Weltkrieg wurde der Kleinplanet mit der Nummer 932 zu Ehren von Staatssekretär Herbert Clark Hoover auf den Namen Hooveria getauft. Hoover wurde später Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.



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