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Gegenschein über den KalkalpenGesehen und abgebildet von |
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Das Bild und die Autoren
Wie man den Gegenschein erwischtBei der Winterstarparty auf der Hohen Dirn der Sternfreunde Steyr gelang Bernd Mayr und Rudi Dobesberger diese Aufnahme des Gegenscheins, nahe dem Zenit zwischen Löwe und Krebs. Der Gegenschein ist eines der bedrohten Phänomene des Nachthimmels. Oft wird er als nur mehr über Wüsten sichtbar betrachtet. Über dem Nationalpark Kalkalpen ist er noch zu sehen.Günstige Sichtbarkeit des Gegenscheins im WinterDer Gegenschein steht immer genau gegenüber der Sonne am Himmel. Es ist ein nebeliger Fleck von ca 10 Grad Durchmesser zentriert auf die Ekliptik und so ähnlich hell wie schwächere Teile der Milchstrasse. Wie die Sonne läuft er über das Jahr durch die Tierkreissternbilder. Im Winter befindet er sich in der Gegend Zwillinge, Krebs, Löwe, also dort wo die Sonne im Sommer ist. Damit ist er in der in unseren Breiten größten möglichen Höhe. Diese Himmelsgegend ist auch weit von der Milchstrasse entfernt und daher relativ sternarm - eine typische Gegend um tief ins Universum zu schauen, Galaxien und Galaxienhaufen sind in der Richtung gut zu beobachten. Der Gegenschein selbst ist Staub aus dem Sonnensystem, eine Art Staubfriedhof für Kometen- und Astroidenmaterial das Sonnenlicht streut und so Zodiakallicht und Zodiakalband am Himmel erscheinen lässt. Der Gegenschein selbst entsteht als vergleichsweise helle "Verdichtung" des Zodiakallichts weil Sonnenlicht direkt zu uns zurückgestrahlt wird.Gute Gelegenheit im März 2013Einge Gute Gelegenheit den Gegenschein zu erwischen ergibt sich im März. Der Lichtfleck ist dann noch in einem hohen Teil der Ekliptik und wandert durch das sternarme Gebiet zwischen Löwe und Jungfrau. Gleichzeitig geht in dieser Jahreszeit zu den besten Sichtbedingungen um Mitternacht die Milchstrasse unter - eine Situation die zu den dunkelsten möglichen Himmeln führt weil viele sternreiche Gebiete untergegangen sind und wir senkrecht aus der Galaxis gute Sicht in die tiefen Regionen des Universiums haben. In der Neumondperiode um den 11. März 2013 gibt es gleichzeitig nur wenig Mondlicht. Wichtig ist dass am beabsichtigten Termin rechtzeitig vor oder nach Mitternacht der Mond deutlich unter dem Horizont liegt.Wegweiser zum Gegenschein - Planetariumsprogramme als SuchkarteDer Gegenschein ist in der Regel nicht in Planetariumsprogrammen enthalten aber mit folgenden Rezept kann man seine Position leicht fixieren:
Wichtig ist dann noch ein guter Beobachtungsplatz: In Frage kommen für die ersten Versuche nur die besten Plätze. Wir schlagen das "Sternlicht-Dreieck" mit den Eckpunkten Nationalpark Gesäuse, Kalkalpen und Wildnisgebiet Dürenstein vor. Das Sternlichtdreieck grob: Lunz am See / Ötscher - Reichramming / Sensengebirge - Admont / Gesäuse. Im und um dieses Dreieck sucht man eine hohen (typischerweise mehr als 800m) Beobachtungsplatz ohne störendes Licht. Infos auch unter Verein@Kuffner-Sternwarte.at. Zuletzt sollte man ab etwa 2h vor Mitternacht Kunstlicht meiden damit die Augen mindestens eine Stunde lang Zeit haben sich an die Sternlicht-Bedingungen voll anzupassen und die optimalen zwei Stunden um Mitternacht voll für die Beobachtung genützt werden können. Sternfreunde Steyr und der Schutz der NachtDie Sternfreunde Steyr unterstützen die Astronomie und Welterbe Initiative von IAU und UNESCO mit einer Lightmeter-Messstation auf der Hohen Dirn und beeindruckenden Bildmaterial. Die Hohe Dirn liegt etwas südlich des Nationalparks Kalkalpen. Letzterer ist Teil des Vorschlages für ein Sternlichtgebiet Ostalpen aus der Fallstudie Astronomie und Welterbe Initiative von IAUwww.astronomicalheritage.org">Astronomie und Welterbe die zum Jahr der Astronomie Wege für den nachhaltigen Schutz des Nachthimmels ausgearbeitet hat.GW - 2013-02-17 |